ArchivDeutsches Ärzteblatt24/1996BÄK: Kritik an neuem Vergabemodus bei Organspenden

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BÄK: Kritik an neuem Vergabemodus bei Organspenden

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LNSLNS KÖLN. "In unserer Freizeit- und Konsumgesellschaft wird die Frage des Todes so sehr tabuisiert, daß auch das ein Grund für die geringe Organspendebereitschaft in Deutschland sein könnte", erklärte der Präsident der Bundes­ärzte­kammer (BÄK), Dr. med. Karsten Vilmar, anläßlich des Tages der Organspende am 1. Juni 1996. Im Vergleich zu anderen europäischen Ländern sei Deutschland immer noch ein "OrganImportland". So habe Deutschland bislang mehr Spendernieren aus anderen Eurotransplant-Mitgliedstaaten bekommen, als es selbst zu Verfügung stellen konnte.
Da künftig auch die Austauschbilanz zwischen den Ländern bei der Empfängerauswahl eine Rolle spiele, könne es zu weiteren Engpässen kommen. Deshalb sollte man nicht länger darauf hoffen, daß die vergleichsweise geringe Zahl der Organspenden in Deutschland durch Spenden aus dem EurotransplantVerbund kompensiert werde, so Vilmar. BÄK
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