ArchivDeutsches Ärzteblatt17/2017Randnotiz: Robotern vertrauen
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Sie wollten es tatsächlich wissen, die Berater von PricewaterhouseCoopers (PwC): Wie halten es die Menschen mit ihrem Vertrauen in Roboter und künstliche Intelligenz (KI) im Vergleich zu Ärzten „alive“? Festgestellt wurde in der in zwölf Ländern mit insgesamt 11 000 Menschen dieser Welt durchgeführten Umfrage, dass 55 Prozent sich grundsätzlich offen zeigen, klassische Arztbehandlungen in die „Hände“ von Robotern oder KI zu legen.

Vorausgesetzt haben die Befrager dabei allerdings viel: Die digitalen Helfer seien nachweislich schneller und genauer, sie seien so etabliert, dass man ihnen trauen könne, und das Ergebnis schaffe mehr Menschen Zugang zur medizinischen Versorgung. Kein Wunder – das schafft natürlich „gute“ Zahlen.

Und trotzdem: In Ländern mit vergleichsweise guter medizinischer Versorgung sähen die Zahlen, so die PwC-Demoskopen, deutlich anders aus.

Haben die „Germans“ also mehr „Angst“ als der Weltdurchschnitt? Es ist wohl wieder einmal so, denn hierzulande würden sich laut der PwC-Umfrage lediglich 41 Prozent der digitalen Technik anvertrauen. Auffällig an der gesamten Aktion ist: Desto besser die Versorgung, desto geringer das Zutrauen in die digitale Materie. Übrigens:
In Großbritannien trauen noch weniger Menschen (39 Prozent) dem Digitalen die richtige Behandlung zu als in „good old Germany“.

Ob das alles von den PwC-Leuten zu recht so interpretiert wurde? Wer jetzt Böses dabei denkt, ist wohl ein Schelm ...

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