ÄRZTESTELLEN: Nachgefragt

„Flexible Lösungen auf dem Karriereweg“

Dtsch Arztebl 2017; 114(17): [4]

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Interview mit Dr. Corina Güthlin, Leiterin des Arbeitsbereichs Forschungsmethodik und Projektmanagement am Institut für Allgemeinmedizin an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main

Frau Dr. Güthlin, warum sollten sich Ärzte für eine wissenschaftliche Karriere an der Uni entscheiden?

Wissenschaftliche Karrieren eröffnen viele Optionen, insbesondere die Möglichkeit zu habilitieren, und zwar in einem Umfeld, das die Bedürfnisse von Wissenschaftlern genau kennt. Jeder Arzt identifiziert früher oder später Versorgungsprobleme im Umfeld seines Handelns. In der Wissenschaft hat man Zeit und Ressourcen, diese genauer zu untersuchen – auch wenn man als wissenschaftlicher Mitarbeiter weniger verdient als ein klinisch tätiger Arzt.

Was tun Sie ganz konkret, um Ärzte für die Arbeit an Ihrem Institut zu begeistern?

Zum einen bieten wir Ärzten in Weiterbildung zum Facharzt für Allgemeinmedizin die Möglichkeit, sich Zeiten bei uns auf ihre Weiterbildung anrechnen zu lassen. Zum anderen helfen wir den Mitarbeitern, effektiv und schnell zu publizieren und bieten Hilfestellungen, Projekte zu konzipieren und alle Schritte wissenschaftlichen Arbeitens zu lernen.

Welche Vorteile bieten Sie als Arbeitgeber?

Wir bieten individuelle Karriereberatung an und wir bemühen uns immer um flexible Lösungen, sodass jeder Einzelne auch klinische Tätigkeiten, Weiterbildung und Familiengründung mit wissenschaftlichem Arbeiten verbinden kann. Als wissenschaftlich arbeitendes Institut sind wir besser als Kliniken oder niedergelassene Praxen darauf vorbereitet, unseren Mitarbeitern die Freiheiten zu lassen, die sie auf dem Karriereweg manchmal brauchen.

Wie geht das alles zusammen?

Man sollte klinisches Arbeiten in Verbindung mit wissenschaftlichem Arbeiten so aufteilen, dass kein Umfeld mit dem anderen um Zeit konkurriert, am besten ist ein Wechsel im Wochenrhythmus. Auch Kliniken und niedergelassene Ärzte als Arbeitgeber machen diese Lösungen mit. Doch solche Hybridlösungen sind noch zu wenig bekannt.

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