ArchivDeutsches Ärzteblatt24/1996Krankenkassen sollen klinische Forschung künftig mitfinanzieren

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Krankenkassen sollen klinische Forschung künftig mitfinanzieren

Glöser, Sabine

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LNSLNS KÖLN. Die Bundes­ärzte­kammer hat dem Bundesministerium für Gesundheit den Vorschlag unterbreitet, die Krankenkassen an der Finanzierung der klinischen Forschung zu beteiligen. Der dafür notwendige rechtliche Rahmen könne durch die Einfügung eines neuen § 259a in das SGB V gesetzt werden.
In dem Ergänzungsvorschlag heißt es, eine Krankenkasse dürfe sich an den finanziellen Aufwendungen medizinischer Forschungsvorhaben beteiligen, wenn diese auf die wissenschaftliche Evaluation diagnostischer oder therapeutischer Verfahren, welche in der ambulanten oder stationären Versorgung angewendet würden, gerichtet seien. Klinische Forschungsprojekte würden auch der gesetzlichen Kran­ken­ver­siche­rung nutzen, wenn es um die unabhängige Beurteilung von Behandlungsmethoden sowie neue Verfahren der Qualitätssicherung gehe. Letztendlich würden damit auch Effizienz und Wirtschaftlichkeit überprüft. Der 98. Deutsche Ärztetag habe 1995 festgestellt, daß die medizinische Forschung trotz ihrer großen Erfolge zu wenig durch staatliche Mittel unterstützt wird. Dies mache es notwendig, auf Drittmittel zurückzugreifen.
SG
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