ArchivDeutsches Ärzteblatt18/2017Benjamin Beyersdorf: Radler zwischen den Welten

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Benjamin Beyersdorf: Radler zwischen den Welten

Korzilius, Heike

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Benjamin Beyersdorf, Foto: privat
Benjamin Beyersdorf, Foto: privat

Erst vor Kurzem ist Benjamin Beyersdorf (22) von einer Reise zurückgekehrt, die er nie mehr vergessen wird. Der Medizinstudent aus München radelte mit seinem Freund Felix Fach (22) mehr als 11 800 Kilometer quer durch Afrika. Die Route führte von Kapstadt nach Kairo, durch Wüsten und Regenwälder, kleine Dörfer und große Metropolen. Die Reise ließ sie das bunte Leben und die Freiheit Afrikas spüren, führte die beiden Männer aber auch an ihre körperlichen Grenzen und konfrontierte sie mit der Armut eines ganzen Kontinents. „Was wirkliche, existenzielle Sorgen sind, haben wir gesehen, als wir in Arusha (Tansania) ein Krankenhaus besucht haben“, schreiben Beyersdorf und Fach in ihrem Blog (www.africaalive.de). Dort bestimme nicht das Patientenaufkommen, sondern die rare Verfügbarkeit von fließendem Wasser und Strom, wann und ob operiert werde.

Für die beiden Studenten war deshalb schon vor Beginn der Reise klar, dass diese nicht nur der Befriedigung der eigenen Abenteuerlust dienen sollte, sondern einem guten Zweck. Über ihren Blog sammelten sie im Laufe von vier Monaten rund 10 000 Euro an Spenden für die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen, „um ein bisschen was an die Menschen zurückzugeben“, in deren Ländern sie so viel Zeit verbracht hätten, schreiben die beiden. 240 Millionen Afrikaner hungerten und viele stürben an vermeidbaren und behandelbaren Krankheiten, heißt es in ihrem Blog. Sie selbst lebten dagegen ein so privilegiertes Leben, „dass wir Dinge wie eine Kran­ken­ver­siche­rung gar nicht mehr als den Luxus begreifen, der er ist“. Heike Korzilius

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