ArchivDeutsches Ärzteblatt18/2017PI-Diagnostik: Recht auf Nichtwissen
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Das Hauptproblem bei PID und Praena-Test liegt darin, dass man sie nicht durchführt, um die festgestellten Krankheiten zu heilen, sondern um Betroffene ausfindig zu machen und zu beseitigen. Es handelt sich also um Tests, die das Leben des ungeborenen Kindes gefährden, welches der Staat doch zu schützen vorgibt. Wenn solche Tests vom Gesetzgeber schon nicht konsequent verboten werden, dann kann nur die Propagierung des Rechts auf Nichtwissen das ungeborene Kind wirksam schützen. Kostenübernahmen durch die gesetzlichen Krankenkassen, wie auch immer begründet, wären hier genau das falsche Signal.

Prof. Dr. med. Holm Schneider, 91054 Erlangen

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