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Stellenmarkt des Deutschen Ärzteblattes: Umfrage bestätigt hohen Nutzen

Dtsch Arztebl 2017; 114(18): [2]

Spielberg, Petra

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Zahlreiche Leser nutzen den Stellenmarkt des Deutschen Ärzteblattes, um nach einer neuen Arbeitsstelle zu suchen. Die Mehrheit hat einer aktuellen Umfrage zufolge auf diesem Wege auch Erfolg.

Der Stellenmarkt des Deutschen Ärzteblattes (DÄ) hat schon vielen Klinikärzten zu einem neuen Arbeitsplatz verholfen. Entsprechend hoch ist die Nutzung des Stellenmarkts des Deutschen Ärzteblattes sowohl in der Printausgabe als auch online unter aerztestellen.de. Das ergab eine Umfrage, die der Deutsche Ärzteverlag gemeinsam mit dem Institut WIP zwischen dem 11. November und 31. Dezember 2016 unter 1 454 Klinikärztinnen und -ärzten durchgeführt hat. Vorrangiges Ziel der Befragung war es, das Stellensuchverhalten stationär tätiger Ärztinnen und Ärzte zu analysieren und Informationen über den Nutzen des -Stellenmarktes zu erhalten.

53,5 % der Befragten waren männlich, 46,5 % weiblich. Das Durchschnittsalter betrug rund 42 Jahre. Die Teilnehmer der Umfrage splitteten sich in drei etwa gleich große Gruppen von Oberärzten (28 %), Fachärzten (28 %) und Ärztinnen und Ärzten in Weiterbildung (30 %). Hinzu kamen Chefärzte (5 %) und Stationsärzte (7 %). Der überwiegende Teil der Befragten ist in der Inneren Medizin tätig (24,5 %), gefolgt von der Anästhesiologie (16,9 %) und der Chirurgie (14,1 %). 8 % der Teilnehmer gaben Psychiatrie und ärztliche Psychotherapie als Fachrichtung an. Weitere Fachgruppen lagen bei unter 6 %.

Eins der zentralen Ergebnisse der Umfrage lautete: Vier von fünf der Befragten stehen einem Jobwechsel grundsätzlich offen gegenüber. Aber nur jeder siebte Leser ist derzeit aktiv auf der Suche nach einer neuen Arbeitsstelle (13 %). Die geringste Wechselbereitschaft zeigen über 60-Jährige, Chefärzte und Kinderärzte. Bei den Ärztinnen und Ärzten in Weiterbildung ist der Anteil aktiv Suchender dagegen deutlich erhöht (16,8 %).

Geografische Nähe wichtiges Kriterium

Die geografische Nähe zum aktuellen Arbeitsplatz spielt für den Personenkreis, der bereit wäre, den Job zu wechseln, eine große Rolle. Nahezu zwei Drittel (64 %) präferieren eine Stelle innerhalb der Region. Dies gilt insbesondere für die 40- bis 50-Jährigen (68,9 % sind ausschließlich regional interessiert) sowie für Ärztinnen (72,5 %). Auch wer aktiv sucht, hat keine grundlegend andere Disposition: für 61,6 % sollte der neue Arbeitsplatz geografisch möglichst unweit des jetzigen Standorts liegen. Für jeden achten Befragten kommt Deutschland insgesamt als Suchradius infrage (16,3 % unter den aktiv Suchenden) oder aber der deutsche Sprachraum (9,5 % der aktiv Suchenden).

Nur gut 7 % könnten sich auch eine neue Tätigkeit im internationalen Ausland vorstellen, knapp 5 % sind einem Jobwechsel innerhalb Europas gegenüber aufgeschlossen. Trotz der geringen Bereitschaft, einen Arbeitswechsel ins Ausland aktiv anzugehen, hält rund ein Drittel der Befragten (31,2 %) eine Tätigkeit im Ausland aber prinzipiell für eine attraktive Option.

Medizinische Fachzeitschriften dienen mit großem Abstand als vorrangige Quelle für die Stellensuche: 87 % der Leser sehen sich die Stellenanzeigen in medizinischen Printmedien häufig oder gelegentlich an. Gute Ergebnisse liefert dabei insbesondere der -Stellenmarkt. So gaben 80 % der Befragten an, mindestens ein- bis zweimal im Monat die Stellenanzeigen in der Printausgabe des Deutschen Ärzteblattes zu nutzen, wovon 57 % den Stellenmarkt „jede“ (31 %) oder „fast jede Woche“ (26 %) lesen. Lediglich knapp 3 % antworteten mit „nie“. Chefärzte, aktiv Suchende und männliche Ärzte lesen den Stellenmarkt dabei regelmäßiger als die übrigen Befragten.

Den Onlinestellenmarkt aerztestellen.de nutzen insgesamt 57 % der Befragten. 17 % der teilnehmenden Kliniker nutzten aerztestellen.de jede oder fast jede Woche. Auch hier sind männliche Ärzte, Chefärzte und aktiv Suchende die regelmäßigsten Leser. 89 % der Nutzer sind mit dem Onlinestellenmarkt zufrieden.

Mehr als die Hälfte bei der Suche erfolgreich

46 % geben Onlinejobbörsen allgemein als häufige oder gelegentliche Quelle für die Jobsuche an. Jeder zweite Leser nutzt darüber hinaus häufig oder gelegentlich Stellenausschreibungen auf Klinikwebseiten. Alle weiteren Quellen, wie Tages- oder Wochenzeitungen, Soziale Netzwerke, Messen und Kongresse, werden von weniger als 23 % häufig oder gelegentlich genutzt.

Die Mehrheit der Befragten (55 %) hat sich schon einmal auf Stellenanzeigen im Deutschen Ärzteblatt beworben, darunter jeder Vierte häufiger. Es verwundert dabei nicht, dass sich sowohl mit steigendem Alter als auch steigender Position der Anteil der Ärzte erhöht. Bei mehr als der Hälfte (56 %) der Klinikärzte, die sich auf diese Weise schon einmal beworben haben, führte die Bewerbung zu einer Anstellung. Einmalige Bewerbungen führten bei 48,5 % der Teilnehmer zum Erfolg, mehrfache Bewerbungen sogar bei 63,9 %. Den größten Erfolg haben dabei die 40- bis 49-Jährigen (60,3 %), Ärztinnen (58,5 %) sowie Chef- und Oberärzte (60,4 % beziehungsweise 54,5 %).

Sehr wichtig sind den Lesern an einem guten Job vorrangig die Arbeitsinhalte (63 %), gefolgt von guten Beziehungen zu Kollegen (61 %). Interessant ist, dass für Ärztinnen die Reihenfolge hierbei umgekehrt ist (Arbeitsinhalte 61,9 %, gute Beziehung zu Kollegen 65,9 %). Ein weiterer wichtiger Aspekt sind die Arbeitszeiten (52 %), die für Ärztinnen mit 60,2 % nahezu genauso wichtig sind wie die Arbeitsinhalte. Die Jobsicherheit rangiert für alle Teilnehmer auf dem vierten Platz (44 %). Entwicklungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten liegen über beide Geschlechter betrachtet mit je 42,6 % gleichauf. Es folgen die Kriterien Gehalt und Zusatzleistungen (36,6 %), die für Ärzte jedoch bedeutsamer sind als Weiterbildungsmöglichkeiten sowie klare Anforderungen und Ziele (35,2 %). Diese wiederum gewichten Ärztinnen stärker als das Kriterium Gehalt und Zusatzleistungen. Sozialleistungen (16,1 %) und positives Unternehmensimage (14,7 %) sind sowohl für die männlichen als auch weiblichen Befragten nachrangig.

Der „Standort des Arbeitsplatzes“ ist für 66 % der entscheidendste Anlass, sich auf eine Stelle zu bewerben. Weitere wichtige Faktoren sind „Arbeitsinhalte“ (46 %) und „mögliche Position im Unternehmen“ (44 %).

Die Ergebnisse/den Ergebnisband erhalten Sie unter: verlag@aerzteblatt.de

Petra Spielberg

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