ArchivDeutsches Ärzteblatt19/2017Hochschule: Medizinstudierende fordern mehr Global Health

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Hochschule: Medizinstudierende fordern mehr Global Health

Dtsch Arztebl 2017; 114(19): A-924 / B-776 / C-758

Hillienhof, Arne

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Die globale Gesundheit muss unter anderem in der Forschung an den Universitäten eine stärkere Rolle einnehmen, fordern Studierendenvertreter. Foto: sdecoret/stock.adobe.com
Die globale Gesundheit muss unter anderem in der Forschung an den Universitäten eine stärkere Rolle einnehmen, fordern Studierendenvertreter. Foto: sdecoret/stock.adobe.com

Mehr Bewusstsein für Themen der globalen Gesundheitsversorgung fordern die Bundesvertretung der Medizinstudierenden in Deutschland (bvmd) zusammen mit der studentischen, Initiative Universities Allied for Essential Medicines Europe (UAEM). Zusammen haben sie untersucht, welche Fakultäten in Deutschland sich besonders für das Thema engagieren und welche weniger. Sie kritisieren, dass viele Medizinfakultäten ihrer globalen Verantwortung nicht gerecht würden. „Epidemien wie Ebola zeigen immer wieder, dass Krankheiten keine Grenzen kennen. Deshalb kann Gesundheit nicht nur national gedacht werden“, hieß es aus den beiden Organisationen. Laut bvmd und
UAEM gibt es zu wenig Forschung zu vernachlässigten oder armuts-
assoziierten Krankheiten.

Die Studierenden bemängeln zudem den Umgang mit Forschungsergebnissen. Wenn medizinische Innovationen an Unternehmen ohne Vorbehalt verkauft würden, dienten sie mehr dem Profit der Industrie als dem Gemeinwohl, kritisieren sie. Jede biomedizinische Entwicklung, die von einer öffentlich finanzierten Forschungsinstitution gefördert werde, und die das Potenzial habe, zu einem Medikament weiterentwickelt zu werden, müsse die Möglichkeit erhalten, für die medizinische Versorgung auch in Ländern mit niedrigen Ressourcen zugänglich zu sein, hieß es. hil

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