ArchivDeutsches Ärzteblatt20/2017Bundesrat: Einsatz von Röntgenstrahlung wird ausgeweitet

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Bundesrat: Einsatz von Röntgenstrahlung wird ausgeweitet

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Röntgenstrahlung darf künftig vermehrt zur Früherkennung von Krankheiten genutzt werden. Foto: dpa
Röntgenstrahlung darf künftig vermehrt zur Früherkennung von Krankheiten genutzt werden. Foto: dpa

Der Bundesrat hat Reformen zum Einsatz von Röntgenstrahlung, bei Angriffen auf Rettungskräfte und beim Mutterschutz beschlossen.

Zur Früherkennung von Krankheiten wie Lungen- oder Darmkrebs oder von verengten Herzkranzgefäßen können demnach die Ärzte in Deutschland künftig unter bestimmten Bedingungen Röntgenstrahlung einsetzen. Das neue Strahlenschutzgesetz erleichtert den Einsatz von radioaktiven Stoffen oder ionisierender Strahlung, wenn der Nutzen das Risiko der eingesetzten Strahlung überwiegt. Bislang war dies ausschließlich zur Früherkennung von Brustkrebs erlaubt. Das Gesetz sieht zudem neue Bestimmungen zum Umgang mit dem Edelgas Radon vor. Künftig gilt ein Referenzwert zur Bewertung der Radonkonzentration in Wohnräumen und an Arbeitsplätzen. Bei Überschreitung müssen Schutzmaßnahmen getroffen werden. Das aus dem Boden austretende Radon gilt nach Tabakrauch als die zweithäufigste Ursache für Lungenkrebs.

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Der Bundesrat hat zudem beschlossen, dass Angriffe auf Polizisten oder Rettungskräfte künftig härter bestraft werden. Außerdem wird der Mutterschutz ausgeweitet. Frauen können demnach auf eigenen Wunsch auch länger bis zur Geburt arbeiten. Die Möglichkeit der Sonntagsarbeit wird erweitert, falls die Betroffenen das wollen. dpa

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