ArchivDeutsches Ärzteblatt20/2017Bewertungsportale: Willkürlich beurteilt
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Eins der größten Arztbewertungsportale, „www.arzt-auskunft.de“ der „Stiftung Gesundheit“, wertet nicht nur von Patienten ausgefüllte Fragebögen aus, sondern versucht auch, jedem Arzt eine „medizinische Reputation“ zuzuordnen. Dabei werden nach eigenen Angaben andere Ärzte befragt, zu welchen Kollegen sie im Krankheitsfall gehen würden. Genauere Informationen sind nicht erhältlich; eine willkürliche Beurteilung ist so nicht ausschließbar.

Im wissenschaftlichen Umfeld werden heutzutage objektivierbare Kriterien verwendet, wie zum Beispiel die Bewertung der publikatorischen Tätigkeit durch einen „citation index“ oder die Vortragstätigkeit. Solche nachprüfbaren und objektiven Kriterien finden zur Beurteilung der „medizinischen Reputation“ nach Auskunft der Betreiber dieser Website explizit keine Berücksichtigung, aus meiner Sicht völlig unverständlich und geradezu peinlich.“

Dr. med. R.M. Hermann, 26655 Westerstede

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