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Lungen perfusionsszintigramm
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Lungen perfusionsszintigramm

Vorgestellt wird das Lungenperfusionsszintigramm eines 87-jährigen Patienten mit seit 10 Tagen bestehender, akut-progredienter Dyspnoe. Bei deutlich reduziertem Allgemeinzustand wurde szintigraphisch ein nahezu vollständiger Perfusionsausfall des rechten Oberlappens sowie multilokulär auch in den übrigen Lungenanteilen beidseits detektiert. Insbesondere das deutlich umschriebene Durchblutungsdefizit rechts war für eine Pulmonalembolie pathognomonisch. Dementsprechend erwiesen sich die Lungenfunktionsanteile mit links 67 % und rechts 33 % als pathologisch. Nach Erstversorgung mit niedermolekularem Heparin und sofortiger stationärer Einweisung gelang der Nachweis einer 4-Etagen-Beinvenenthrombose links als Auslöser der massiven Lungenarterienembolie. Die Kasuistik hebt die Bedeutung der Szintigraphie in der Diagnostikkaskade der Pulmonalembolie hervor: Trotz der Ausgeprägtheit des Befundes gelang durch diese schnelle und sensitive Nachweismethode ein unverzügliches, erfolgreiches therapeutisches Handeln.

Dr. med. Anne Frölich, Christoph Neumann, Praxis für Nuklearmedizin, Leipzig, annefroelich@me.com

Interessenkonflikt: Die Autoren erklären, dass kein Interessenkonflikt besteht.

Zitierweise: Frölich A, Neumann C: Acute pulmonary embolism. Dtsch Arztebl Int 2017; 114: 398. DOI: 10.3238/arztebl.2017.0398

The English version of this article is available online: www.aerzteblatt-international.de

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