ArchivDeutsches Ärzteblatt21/2017Impfen: Italien führt Pflicht für Kinder ein

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Impfen: Italien führt Pflicht für Kinder ein

Dtsch Arztebl 2017; 114(21): A-1028 / B-856 / C-838

afp

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Die italienische Regierung hat ein Gesetz über Pflichtimpfungen für Kinder erlassen. Wie Ministerpräsident Paolo Gentiloni erklärte, gilt die Impfpflicht für zwölf Krankheiten, darunter Masern, Hirnhautentzündung, Mumps, Tetanus, Kinderlähmung, Keuchhusten und Windpocken. Nicht geimpfte Kinder im Alter bis zu sechs Jahren werden künftig nicht in Krippen, Kindergärten oder Vorschulklassen aufgenommen. Die Eltern schulpflichtiger Kinder ab sechs Jahren, die nicht geimpft sind, müssen hohe Bußgelder zahlen.

Die Entscheidung für das Gesetz wurde durch die seit Anfang des Jahres grassierende Masernepidemie befördert. Ge­sund­heits­mi­nis­terin Beatrice Lorenzin hatte sich für die Maßnahme stark gemacht – zum Teil gegen den Widerstand aus dem Erziehungsministerium, aber vor allem gegen den Protest der populistischen Fünf-Sterne-Bewegung. Diese sieht in dem Gesetz ein „Geschenk für die Pharmaindustrie“. afp

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