ArchivDeutsches Ärzteblatt21/2017Randnotiz: Rundum zufrieden
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Wenn Sie auf einer Skala von 0 (unzufrieden) bis 10 (zufrieden) angeben, wie zufrieden Sie a) mit ihrem Leben und b) mit ihrer Arbeit sind, wie fällt das Ergebnis aus? Machen Sie den Selbsttest. Haben Sie es sich – zumindest gedanklich – notiert?

Wenn Sie Hausarzt sind, dann müssten Sie jetzt eine hohe Zahl aufgeschrieben haben. Warum? Weil die Kollegen es durchschnittlich auch getan haben. Der Durchschnittswert liegt bei 7,89 (Leben) und 7,79 (Arbeit). Damit sind Hausärzte die glücklichsten Menschen, bezogen auf ihre Einschätzung zu ihrem eigenen Leben, und hinter den Fahr- und Sportlehrern auch am glücklichsten mit ihrer Arbeit. Psychologen und Psychotherapeuten liegen übrigens jeweils auf Rang sechs (7,78 Leben, 7,61 Arbeit). Das zumindest zeigt eine Auswertung der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ). Als Grundlage für diese Erkenntnis, die die FAZ unter „glücklich“ zusammenfasst, zugleich aber einschränkt, dass Zufriedenheit nur ein Teil von Glück ist, diente eine Untersuchung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW). Das befragt jährlich mehr als 20 000 Deutsche nach ihren Lebensumständen. Und was sind die Gründe? Dazu können die Daten keine Aussagen treffen. Anerkennung, Gehalt und Freiräume bei der Arbeit könnten Punkte sein, wie die FAZ mit Verweis auf andere Untersuchungen angibt. Nicht auszuschließen wäre auch, dass Menschen Hausärzte werden, die als Studierende zufriedener waren als andere Menschen. DIW-Psychologe David Richter hält dies in der FAZ aber für eher unwahrscheinlich.

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