ArchivDeutsches Ärzteblatt22-23/2017Infektionsschutz: Flyer zum elektronischen Meldesystem

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Infektionsschutz: Flyer zum elektronischen Meldesystem

Kahl, Kristin

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Das Deutsche Elektronische Meldesystem für den Infektionsschutz (DEMIS) vernetzt Akteure des Gesundheitssystems, die mit der Meldung übertragbarer Krankheiten beauftragt sind. Das Robert Koch-Institut (RKI) hat nun einen Flyer mit Informationen zu den Zielen und Funktionen des DEMIS und häufig gestellten Fragen zum Meldesystem herausgegeben.

Ärzte, Krankenhäuser und Labore sind neben anderen laut Infektionsschutzgesetz dazu verpflichtet, bestimmte Krankheiten wie Masern oder Tollwut, aber auch Nachweise von Krankheitserregern, etwa des Ebolavirus, an die zuständigen Gesundheitsämter zu melden. Mit DEMIS wird das bereits bestehende Meldesystem für Infektionskrankheiten verbessert und weiterentwickelt. Vom Meldenden über die Gesundheitsämter, die zuständigen Landesbehörden bis hin zum RKI wird die Informationsweitergabe künftig durchgängig elektronisch erfolgen. So soll der Meldeaufwand minimiert und eine zeitnahe Übermittlung gewährleistet werden.

Das System gewährleistet die Entgegennahme und Quittierung der elektronischen Meldungen, das Weiterleiten der Meldung an die zuständigen Gesundheitsämter und die Zuordnung ergänzender Meldungen.

Die Implementierung des DEMIS erfolgt seit Januar 2016 in drei Abschnitten. Zuerst soll das für die behördliche Nutzung vorgesehene technische System entwickelt werden. Anschließend erfolgt die Umsetzung der elektronischen Meldung für die Labore. In der letzten Umsetzungsstufe erfolgt der Vollausbau, der auch Ärzten und anderen Meldepflichtigen einen Zugang zu DEMIS erlaubt. Der Projektzeitraum ist auf fünf Jahre angesetzt.

Der Flyer steht auf der Webseite des RKI zur Verfügung. kk

http://daebl.de/RU99

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