ArchivDeutsches Ärzteblatt PP6/2017Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter­ium: Forschungsförderung zur Suizidprävention

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Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter­ium: Forschungsförderung zur Suizidprävention

Hillienhof, Arne

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Das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) wird künftig Projekte zur Suizidaufklärung und Forschung zur Suizidprävention mit insgesamt bis zu 3,5 Millionen Euro fördern. „Rund 10 000 Menschen sterben in Deutschland jedes Jahr durch Selbsttötung“, sagte Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Hermann Gröhe (CDU) in Berlin. Es sei sogar davon auszugehen, dass zehnmal so viele Menschen versuchten, sich das Leben zu nehmen.

„Wir wollen Menschen in seelischer Not mit neuen und verbesserten Hilfs- und Beratungsangeboten helfen. Deshalb fördern wir für die nächsten drei Jahre Forschungs- und Modellprojekte zur Verhinderung von Selbsttötungen“, so der Minister. Von besonderer Bedeutung sei, auf Menschen in psychischen Krisen zuzugehen, Hilfe anzubieten und ihnen nicht mit Vorurteilen zu begegnen. Die Risikogruppen und deren Beweggründe seien unterschiedlich, sodass es vielfältiger und passgenauer Hilfsangebote bedürfe. Daher müssten Präventionsangebote auf unterschiedlichen Ebenen ansetzen und möglichst auf die verschiedenen Zielgruppen zugeschnitten sein.

Die neue Förderung soll dazu beitragen, bestehende Hilfs- und Beratungskonzepte wissenschaftlich auszuwerten. Außerdem sollen neue Maßnahmen und Konzepte zur Vermeidung von Selbsttötungen und Selbsttötungsversuchen dabei helfen, ein Bewusstsein im sozialen Umfeld von Risikogruppen zu schaffen und die Beteiligten in der Suizidprävention besser zu vernetzen.

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Nach Angaben der Stiftung Deutsche Depressionshilfe ist die Ursache für Suizide sehr häufig eine unzureichend behandelte Depression. Die anhaltende Stigmatisierung der Krankheit verhindere weiterhin bei vielen Patienten eine schnelle und angemessene Therapie. hil

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