ArchivDeutsches Ärzteblatt24/1996Endosonographie bei Riesenfalten des Magens

MEDIZIN: Referiert

Endosonographie bei Riesenfalten des Magens

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LNSLNSLNSLNS Hinter den Riesenfalten des Magens können sich gutartige und bösartige Erkrankungen verbergen, bei Morbus Ménétrier kann sich sogar auf dem Boden der Grundkrankheit ein Magenkarzinom entwickeln. Die Autoren untersuchten 35 Patienten mit Riesenfalten der Magenschleimhaut mittels endoskopischer Ultrasonographie mit einem 7,5-MHz-Transducer. 15 Patienten wiesen ein szirrhöses Magenkarzinom, acht ein Magenlymphom, fünf eine Anisakiasis, einer einen Morbus Ménétrier auf. Bei sechs weiteren Patienten war die Genese der Riesenfalten nicht klar. Von den fünf sonographisch erfaßbaren Wandschichten war nur die zweite Schicht bei Morbus Ménétrier, nur die dritte Schicht bei der Anisakiasis verdickt.
Die meisten Patienten mit einem Magenszirrhus zeigten eine Verbreiterung der dritten und vierten Schicht. Die zweite und dritte Schicht war bei gesunden Probanden mit Riesenfalten und bei Patienten mit einem Magenlymphom verbreitert. Die vierte Schicht, der Muscularis propria entsprechend, war nur bei Patienten mit malignen Grunderkrankungen signifikant verdickt. Im Rahmen der Differentialdiagnose zwischen gutartigen und bösartigen Erkrankungen empfehlen die Autoren deshalb die Durchführung einer Endosonographie. w
Songür Y, Okai T, Watanabe H et al: Endosonographic evaluation of giant gastric folds. Gastricint Endosc 1995; 41: 468–474
Department of Internal Medicine, Cancer Research Institute, Kanazawa University, 4-86 Yoneizumi, Kanazawa 921, Japan

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