VARIA: Wirtschaft - Berichte

Umzugskosten

SIS

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS Ein Arbeitnehmer kann seine Aufwendungen für einen Umzug immer dann als Werbungskosten abziehen, wenn der Umzug beruflich veranlaßt war. Eine berufliche Veranlassung liegt nach der Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs bei einem Umzug ohne Arbeitsplatzwechsel zum Beispiel vor, wenn dadurch die Zeit für die Fahrten zur Arbeitsstätte täglich um mindestens eine Stunde verkürzt wird. Diese Zeitvorgabe ist jedoch kein absolutes Kriterium. So entschied das Finanzgericht Rheinland-Pfalz mit Urteil vom 21. Juni 1995 (Az.: 1 K 2702/92).
Nach Auffassung des Gerichts ist auch bei einer geringeren Fahrzeitverkürzung ein Werbungskostenabzug möglich, wenn der Umzug zu einer sonstigen erheblichen Verbesserung der Arbeitsbedingungen geführt hat. Im Entscheidungsfall betrug die infolge des Umzugs eingesparte Wegezeit zwar nur 37 Minuten. Die neue Wohnung lag aber in unmittelbarer Nähe des Arbeitsplatzes (Klinikum) der Arbeitnehmerin, den diese jetzt in vier Minuten zu Fuß erreichen konnte. Dadurch wurden die Arbeitsbedingungen der im Schicht-, Nacht- und Wochenenddienst eingesetzten Krankenschwester so sehr verbessert, daß eine ausschließlich berufliche Veranlassung des Umzugs gegeben war. Unerheblich war für das Finanzgericht demgegenüber, daß die neue Wohnung um 40 Quadratmeter größer war, die Arbeitnehmerin im Jahr vor dem Umzug geheiratet und im Jahr danach ein Kind geboren hatte. SIS
Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema

Stellenangebote