ArchivDeutsches Ärzteblatt25/2017Tanja Germerott: Visionen für das Fach Rechtsmedizin

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Tanja Germerott: Visionen für das Fach Rechtsmedizin

Dtsch Arztebl 2017; 114(25): A-1257 / B-1041 / C-1019

Krüger-Brand, Heike E.

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Tanja Germerott, Foto: Universitätsmedizin Mainz

Der postmortalen Bildgebung gilt das besondere Forschungsinteresse von Prof. Dr. med. Tanja Germerott (35), der neuen Leiterin des Instituts für Rechtsmedizin der Universitätsmedizin Mainz. Dieses minimal-invasive Untersuchungsverfahren befindet sich in der hiesigen Rechtsmedizin noch in der Aufbauphase. Es dient der objektiven Befunderhebung und ist bei einigen Krankheitsbildern, etwa Gasembolien, einer Obduktion überlegen. Der Aufbau einer eigenen Abteilung hierfür in Mainz ist daher eines ihrer Ziele. Weitere Schwerpunkte will Germerott bei der verfahrensunabhängigen Beweissicherung und der Qualität der ärztlichen Leichenschau setzen.

„Meine neue Aufgabe gibt mir die Gelegenheit, meine Visionen in die Tat umsetzen zu können, das Fach Rechtsmedizin zu stärken und seine Bedeutung auch für die Lebenden zu verdeutlichen“, betonte Germerott. Daher will sie die forensische Ambulanz und ihre Kooperationen mit anderen Instituten ausbauen. Außerdem will sie eine neue Abteilung begründen, die sich der forensischen Physik widmet, also der Analyse von physikalischen Vorgängen im Zusammenhang mit Gewalttaten.

Germerott wechselte vom Institut für Rechtsmedizin der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH), wo sie zuletzt als Oberärztin tätig war, nach Mainz. An der MHH hatte sie auch studiert und promoviert. 2012 legte das Gründungsmitglied der „International Society of Forensic Radiology and Imaging“ dort die Facharztprüfung ab, die Habilitation folgte 2014. Heike E. Krüger-Brand

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