ArchivDeutsches Ärzteblatt25/2017Christiane Woopen: Vordenkerin für ethische Fragen

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Christiane Woopen: Vordenkerin für ethische Fragen

Dtsch Arztebl 2017; 114(25): A-1257 / B-1041 / C-1019

Beerheide, Rebecca

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Christiane Woopen, Foto: picture alliance

Für die Ärztin, Ethikerin und langjährige Politikberaterin Prof. Dr. med. Christiane Woopen ist es ein neuer Posten in vertrauter Materie – jetzt auf europäischer Ebene: Der Europäische Ethikrat wählte sie zur Vorsitzenden. Die neu besetzte European Group on Ethics in Science and New Technologies stimmte auf ihrer konstituierenden Sitzung für Woopen, die in Köln lehrt. Das Gremium aus 15 Expertinnen und Experten soll die Europäische Kommission beraten. Ihr Mandat gilt bis 2019.

Für Woopen ist dies der nächste Schritt in der ethischen Politikberatung: Die 55-jährige Fachärztin für Gynäkologie und Professorin für Ethik und Theorie in der Medizin war von 2001 bis 2016 Mitglied des Deutschen Ethikrates, ab 2012 dessen Vorsitzende. In ihre Amtszeit fielen die Beratungen zur Beschneidung oder zur Suizidbeihilfe.

Woopen, Mutter von vier Töchtern, studierte Humanmedizin in Köln und schloss anschließend ein Studium der Philosophie in Bonn und Hagen ab. Promoviert im Fach Medizin wurde sie in Bonn, 2005 habilitierte sie sich im Fach Ethik und Theorie der Medizin an der Medizinischen Fakultät in Köln, seit 2009 hat sie die Professur inne. Neben weiteren akademischen Aufgaben an der Universität Köln ist sie seit 2013 Direktorin des Cologne Center for Ethics, Rights, Economics and Social Sciences of Health. Ebenso ist sie Prodekanin für Akademische Entwicklung und Gender an der Medizinischen Fakultät der Universität Köln. Besonders die Digitalisierung der Arbeitswelt will sie künftig verstärkt unter ethischen Gesichtspunkten betrachten. Rebecca Beerheide

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