ArchivDeutsches Ärzteblatt26/2017Gastroenterologie: Weißbuch zu Erkrankungen des Verdauungssystems

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Gastroenterologie: Weißbuch zu Erkrankungen des Verdauungssystems

Gießelmann, Kathrin

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Jährlich werden rund zwei Millionen Menschen, die an einer Erkrankung des Verdauungssystems leiden, im Krankenhaus behandelt. Dennoch zählen gastroenterologische Erkrankungen nicht zu den typischen Volkskrankheiten. Zu diesem Schluss kommt die Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS) in ihrem neuen „Weißbuch Gastroenterologische Erkrankungen 2017“. Die Publikation beschäftigt sich mit medizinischen Aspekten, Epidemiologie, Kosten und einer Liste offener Fragen, die den aktuellen Bedarf an wissenschaftlichen Studien, Innovationen und gesundheitsökonomischen Verbesserungen darstellen sollen. Abschließend behandelt sie die Perspektiven der gastroenterologischen Weiterbildung und den gastroenterologischen Forschungsbedarf. Mit dem erstmalig aufgelegten Zahlenwerk will die DGVS eine Grundlage für Diskussionen über die Gegenwart und Zukunft der gastroenterologischen Erkrankungen in Deutschland schaffen.

Mehr als 37 000 Menschen sterben jedes Jahr an Krankheiten der Verdauungsorgane – deutlich mehr als an Infektionskrankheiten, psychischen Störungen, Demenz oder den muskuloskelettalen und neurologischen Erkrankungen. Nicht eingerechnet sind hierbei bösartige Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts, der Leber und des Pankreas. Sie führen zu weiteren 3,3 Millionen Behandlungstagen und fordern 24 000 Todesfälle pro Jahr.

Entsprechend der steigenden Krankheitszahlen stiegen zwischen 1996 und 2011 auch die Zahl der gastroenterologischen Fachabteilungen an deutschen Krankenhäusern um 70 Prozent und die Zahl der stationär tätigen Gastroenterologen um 130 Prozent. Das Fachgebiet ist an allen 36 staatlichen Universitäten mit medizinischen Fakultäten mit Hochschulprofessuren vertreten. Auch bei der Förderung durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) schneidet die Gastroenterologie laut Weißbuch gut ab: Von 2005 bis 2015 hat sich die Zahl der positiv entschiedenen Anträge nahezu verdoppelt. gie

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