ArchivDeutsches Ärzteblatt PP7/2017Gemeinsamer Bundesausschuss: Frauen und ärztlicher Sachverstand angemahnt

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Gemeinsamer Bundesausschuss: Frauen und ärztlicher Sachverstand angemahnt

Maybaum, Thorsten; Bühring, Petra

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Der G-BA legt in Form von Richtlinien den Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung fest. Foto: dpa
Der G-BA legt in Form von Richtlinien den Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung fest. Foto: dpa

Der Gesundheitsausschuss des Bundestages hat am 28. Juni einstimmig die Ernennung des ehemaligen AOK-Managers Uwe Deh und des FDP-Politikers Lars Lindemann als unparteiische Vorsitzende des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) abgelehnt. Nun werden Rufe nach Frauen an der Spitze und ärztlichem Sachverstand laut.

Die Trägerorganisationen des G-BA – die Kassenärztliche Bundesvereinigung, Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung, GKV-Spitzenverband und Deutsche Krankenhausgesellschaft haben mit ihren Personalvorschlägen schon Mitte Mai Unmut in der Politik erzeugt. Neben Deh und Lindemann ist der aktuelle Vorsitzende Josef Hecken erneut für die G-BA-Spitze vorgesehen. Da die bisherige unparteiische Vorsitzende, die Gynokologin Dr. med. Regina Klakow-Franck, durch den Juristen Lindemann ersetzt werden sollte, erklärte auch die Bundesärztekammer, dass der G-BA „ohne ärztlichen Sachverstand nicht vorstellbar“ sei.

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„Die Chance für eine stärkere Beteiligung von Frauen und die Einbeziehung von ärztlichem Sachverstand ist nun neu eröffnet“, erklärten der Deutsche Ärztinnenbund (DÄB) und der Deutsche Juristinnenbund (djb) gemeinsam. Sie riefen die Trägerorganisationen des G-BA dazu auf, „diese Chance der Nachbesserung in den nächsten sechs Wochen zu nutzen“.

DÄB und djb betonten, der G-BA stelle für die medizinische Versorgung in Deutschland ein wichtiges und hoch angesehenes Gremium dar. Es sei „essenziell, dass der G-BA ausgewogen und geschlechtergerecht in der Führungsebene besetzt wird“, erklärten djb-Präsidentinnen Dr. med. Christiane Groß und Ramona Pisal (djb). may/PB

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