ArchivDeutsches Ärzteblatt PP7/2017Kulturkalender: Expansion und Aufbruch

KULTUR

Kulturkalender: Expansion und Aufbruch

Schuchart, Sabine

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS

Jeden Monat stellt das Deutsche Ärzteblatt eine Auswahl von herausragenden Ausstellungen vor, die Sie nicht verpassen sollten.

DÜSSELDORF

7. Juli bis 1. Oktober:

Anzeige

Andreas Achenbach

© Museum LA8 Baden-Baden
© Museum LA8 Baden-Baden

Mit seinen stimmungsvollen Naturszenen (Bild: Küstenlandschaft, 1837, Öl auf Leinwand) avancierte Andreas Achenbach im 19. Jahrhundert zum Starkünstler und herausragenden Vertreter der Düsseldorfer Malerschule. Bereits mit zwölf Jahren wurde er wegen seiner großen Begabung an der Kunstakademie Düsseldorf angenommen und erlebte mit 20 Jahren seinen Durchbruch, als Prinz Friedrich von Preußen, der Statthalter der Rheinprovinzen, ein Gemälde von ihm ankaufte. Neben bisher vielfach unveröffentlichten biografischen Dokumenten sind Achenbachs bedeutendste Ölbilder, Aquarelle und Grafiken zu sehen.

Museum Kunstpalast, Ehrenhof 4–5,
Di.–So. 11–18, Do. 11–21 Uhr

FraNKFURT/Main

Bis 10. September:

Géricault bis Toulouse-Lautrec

Goya war fast 80 Jahre alt, als er um 1825 begann, die neue Drucktechnik der Lithografie zu nutzen. Sie erlaubte es ihm, direkt mit Kreide auf Stein zu zeichnen. So entstand seine berühmte Serie „Die Stiere von Bordeaux“. Eines der großartigen Blätter ist Teil der Ausstellung, die zirka 90 Meisterwerke der Lithografie vorstellt. Insbesondere in Frankreich experimentierten bedeutende Künstler mit dem gestalterisch sehr kreativen Verfahren. Gezeigt werden prachtvolle Kompositionen von Géricault, Delacroix, Manet, Toulouse-Lautrec, Daumier und vielen anderen.

Städel Museum, Schaumainkai 63, Di./Mi./Sa./So. 10–18, Do./Fr. 10–21 Uhr

HERFORD

Bis 24. September:

Künstlerinnen aus Arabien/Persien

Neun international renommierte Künstlerinnen aus Libyen, Tunesien, Algerien, dem Libanon, Jordanien, Iran und Irak sind mit ihren Werken zu entdecken. Sie kamen vielfach zum Studium oder als Exilantinnen in den Westen, wo sie größtenteils auch heute leben. Diese biografische Besonderheit reflektieren – bei aller Vielfalt der individuellen Ausdrucksweisen – natürlich auch die Arbeiten der Künstlerinnen: Sie erzählen von gravierenden Umbrüchen in ihren Heimatländern, von Grenzen und Grenzüberschreitungen und der Erfahrung von Fremde, Verlust und hybrider Identität.

Marta Herford , Goebenstraße 2–10,
Di.–So. 11–18, 1. Mi. im Monat 11–21 Uhr

NÜRNBERG

13. Juli bis 12. November:

Luther, Kolumbus und die Folgen

Zum Reformationsjubiläum werden herausragende Kunstwerke und Bildzeugnisse europäischer Zukunftsfreude und Zukunftsangst aus der „Zeit im Wandel 1500 bis 1600“ präsentiert. Nicht nur die religiösen Reformen Martin Luthers, sondern auch die allmähliche Erkenntnis einer „Neuen Welt“ im Westen durch die Entdeckungen von Kolumbus brachten das alte Weltbild ins Wanken und konfrontierten die Zeitgenossen mit Glaubensfreiheit, Expansion und Aufbruch.

Germanisches Nationalmuseum , Kartäusergasse 1, Di.–So. 10–18, Mi. 10–21 Uhr

RAVENSBURG

Bis 15. Oktober:

We love animals

Die Beziehung zwischen Mensch und Tier in den letzten vier Jahrhunderten illustrieren 100 Exponate aus internationalen Sammlungen. Die chronologische Schau beginnt mit den naturwissenschaftlich motivierten Darstellungen des wilden, exotischen Tieres im 16. Jahrhundert. Über die idealisierten Tierporträts der Romantik und die Animalisierung der Kunst im Expressionismus geht es bis zur Gegenwart, dem Einsatz lebender oder toter Tiere in der Performancekunst der 1960er- Jahre.

Kunstmuseum, Burgstraße 9,
Di.–So. 11–18, Do. 11–19 Uhr

Sabine Schuchart

Mikroben in der Kunst

Foto: Sascha Klahn/Exzellenzcluster
Foto: Sascha Klahn/Exzellenzcluster

Unzählige Erkrankungen von Asthma über Neurodermitis, Morbus Crohn und Multiple Sklerose bis zur Arteriosklerose sind assoziiert mit chronischen Entzündungen. Dabei spielen Dysbiosen des Mikrobioms eine wichtige Rolle. Das schleswig-holsteinische „Exzellenzcluster Entzündungsforschung“ erforscht seit 2009 als deutsches Schwerpunktzentrum interdisziplinär die Pathogenese und neue Therapieansätze. Während eines halben Jahres durften Studierende und Absolventen der Muthesius-Kunsthochschule Kiel den Wissenschaftlern in Labor und Klinik über die Schulter schauen. 18 Kunstprojekte – Fotografien, Gemälde, Comics, Filme, Plakate und Installationen – zeigen ihre Sicht auf das Mikrobiom und die medizinische Entzündungsforschung (Bild: Zeichnungen der Masterklasse „Illustration“, Ausschnitt).

„Das Mikrobiom – der Mensch ist nicht allein“, Medizin- und Pharmaziehistorische Sammlung der Universität Kiel, Brunswiker Str. 2, Kiel, Di.–Fr. 10–16, So. 12–16 Uhr (bis 28. Februar 2018)

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Der klinische Schnappschuss

Alle Leserbriefe zum Thema

Stellenangebote