ArchivDeutsches Ärzteblatt29-30/2017Digitalisierung: Krankenhäusern fehlen Mittel für innovative IT-Strukturen

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Digitalisierung: Krankenhäusern fehlen Mittel für innovative IT-Strukturen

Hillienhof, Arne

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Digitale Medizinkonzepte finden mangels fehlender Investitionsmittel oft keinen Eingang in den Klinikalltag. Foto: kubais/123RF
Digitale Medizinkonzepte finden mangels fehlender Investitionsmittel oft keinen Eingang in den Klinikalltag. Foto: kubais/123RF

Rund neun von zehn Krankenhäusern verfügen über eine Digitalstrategie, aber nicht über die Mittel, diese umzusetzen und notwendige IT-Kapazitäten aufzubauen. Das berichtet Roland Berger in der „Krankenhausstudie 2017“. Die Unternehmensberatung hat dafür Vorstände und Geschäftsführer der 500 größten deutschen Krankenhäuser befragt. Demnach hat sich nach einer Erholung 2015 die wirtschaftliche Lage der Krankenhäuser 2016 verschlechtert. Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnten 40 Prozent der befragten Krankenhäuser keinen Überschuss erwirtschaften. Die Häuser gehen auch für 2017 von einer Verschlechterung ihrer wirtschaftlichen Situation aus.

Aufgrund der unsicheren Finanzsituation investieren fast 60 Prozent der Einrichtungen laut Befragung zu wenig in moderne Infrastrukturen. Besonders deutlich werde dieses Defizit bei der Digitalisierung. „Fehlen Krankenhäusern die notwendigen Investitionsmittel für eine digitale Verbesserung der Prozesse, so werden viele Maßnahmen, die zur Kostensenkung führen, nicht implementiert. Dazu gehören etwa neue digitale Medizinkonzepte und ein effizienterer Umgang mit Patientenakten“, erläuterte Oliver Rong, Partner von Roland Berger und Leiter der Healthcare Practice in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

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Mangelnde IT-Infrastrukturen und fehlendes Fachpersonal führten außerdem nicht selten zu Sicherheitslücken. So gaben 64 Prozent der Befragten zu, Opfer von Cyber-Angriffen gewesen zu sein. Zur Abwehr setzen sie vor allem auf die Verbesserung der Firewalls, Notfallkonzepte und Mitarbeiterschulungen. hil

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