ArchivDeutsches Ärzteblatt33-34/2017E-Health: Gröhe hält an elektronischer Gesundheitskarte fest

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E-Health: Gröhe hält an elektronischer Gesundheitskarte fest

Dtsch Arztebl 2017; 114(33-34): A-1510 / B-1278 / C-1252

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Befunde, Arztbriefe, Medikationsplan sowie medizinische Dokumente sollen Teil der elektronischen Patientenakte sein. Foto: tiero/stock.adobe.com

Das Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter­ium (BMG) hat Berichte zurückgewiesen, wonach es Überlegungen geben soll, die elektronische Gesundheitskarte (eGK) nach der Bundestagswahl für gescheitert zu erklären. Für Ausstiegsszenarien gebe es keinen Anlass, sagte Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Hermann Gröhe dem MDR. Der Testlauf sei positiv beendet worden, jetzt beginne der Realbetrieb.

Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) pochte unterdessen auf einheitliche Standards für die elektronische Patientenakte auf der eGK. KBV-Vorstand Dr. rer. soc. Thomas Kriedel kündigte an, dass die KBV bei der Einführung der Akte eine Koordinierungsrolle übernehmen wolle. Ärzte dürften keinen zusätzlichen Aufwand haben. Nur dann sei die Akte auch nutzbar, so Kriedel. Er betonte, der KBV-Vorstand habe sich inzwischen auf Eckpunkte für eine IT-Strategie und für die Patientenakte verabschiedet, die nunmehr mit der Selbstverwaltung abgestimmt werden sollen.

Die elektronische Patientenakte soll ab 2019 zum Einsatz kommen. Das sieht das E-Health-Gesetz vor. Versicherte sollen entscheiden können, ob sie die Anwendung auf der elektronischen Gesundheitskarte nutzen und welche Daten in der Akte gespeichert werden sollen. Die gematik soll bis Ende 2018 die Voraussetzungen dafür schaffen.

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