ArchivDeutsches Ärzteblatt24/1996Pflegeversicherung: Zweifelsfragen sind geklärt

VARIA: Wirtschaft - Versicherungen

Pflegeversicherung: Zweifelsfragen sind geklärt

Buner, Wiebke

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LNSLNS Seit April 1995 gibt es Leistungen aus der neuen Pflegeversicherung: Pflegegeld für die Betreuung durch Angehörige oder die Bezahlung gelernter Pflegekräfte. Wie immer bei neuen Gesetzen: Es mußten zahlreiche Zweifelsfragen geklärt werden. Das ist inzwischen durch die Pflegekassen geschehen – zum Vorteil der Pflegebedürftigen. Eine Auswahl:
H Das Pflegegeld von 400, 800 oder 1 300 DM monatlich wird jeweils zum Monatsersten überwiesen – nicht mehr nachträglich.
H Muß ein Pflegebedürftiger vorübergehend ins Krankenhaus, so wird das Pflegegeld vier Wochen lang nicht gekürzt. Somit wirken sich stationäre Behandlungen erst vom 29. Tag an auf das Pflegegeld aus.
H Ist ein Pflegebedürftiger (zum Beispiel ein Kind) in einem Internat untergebracht, wird er aber am Wochenende zu Hause betreut, dann wird das Pflegegeld ungekürzt weitergezahlt.
H Erhält ein Pflegebedürftiger von seiner Krankenkasse die Leistung "häusliche Krankenpflege", so zahlen die Pflegekassen auch in diesen Fällen das Pflegegeld für vier Wochen weiter.
H Fällt eine ehrenamtliche Pflegekraft aus und wird eine Ersatzkraft engagiert, so übernimmt die Pflegekasse die Kosten für die Ersatzkraft (ohne Rücksicht auf die Pflegestufe) für vier Wochen pro Kalenderjahr, höchstens insgesamt 2 800 DM. Das heißt: Die "Verhinderungspflege" wird auch dann mit bis zu 2 800 DM im Monat finanziert, wenn die/der Pflegebedürftige sich in Pflegestufe I befindet und damit nur ein normales Pflegegeld von 400 DM monatlich fällig wird.
H Muß eine Ersatzpflegekraft für mehr als vier Wochen in Anspruch genommen werden, weil die etatmäßige Pflegekraft länger ausfällt, so gibt es vom 29. Tag an wieder das Pflegegeld in bisheriger Höhe (400, 800 oder 1 300 DM pro Monat). WB
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