ArchivDeutsches Ärzteblatt37/2017Eckart Fiedler: Streiter für Kassenärzte und Krankenkassen

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Eckart Fiedler: Streiter für Kassenärzte und Krankenkassen

Dtsch Arztebl 2017; 114(37): A-1659 / B-1405 / C-1375

Clade, Harald

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Eckart Fiedler, Foto: picture alliance
Eckart Fiedler, Foto: picture alliance

Prof. Dr. med. Eckart Fiedler, der am 1. August sein 75. Lebensjahr vollendete, war und ist ein engagierter Streiter – sowohl für die Interessen der Ärzteschaft als auch für die Positionen der Ersatzkassen. Der in Danzig geborene Arzt war in verschiedenen Stationen der Selbstverwaltung im Gesundheitswesen tätig. Seit seiner Pensionierung 2007 lehrt er als Honorarprofessor am Institut für Gesundheitsökonomie und Klinische Epidemiologie an der Universität zu Köln.

Fiedlers Karriere als hauptberuflicher Selbstverwalter ist ebenso abwechselungsreich wie imponierend: Er studierte Medizin, Politik und Soziologie in Mainz. Als Assistent am Bakteriologischen Institut der Universität Mainz war er 1971/72 zugleich geschäftsführender Arzt der Lan­des­ärz­te­kam­mer Rheinland-Pfalz. 1972 ging er als Leiter der Honorarabteilung zur Kassenärztlichen Bundesvereinigung nach Köln. 1977 wurde er dort Hauptgeschäftsführer, ein Amt, das er bis 1988 innehatte, ehe er zum Geschäftsführer des Verbandes der Angestellten-Krankenkassen ernannt wurde. Fiedler setzte auf Kooperation statt Konfrontation. Seine Losung: „Die Kassen müssen in einen ständigen Dialog mit der Politik und den Vertragspartnern eintreten.“ Fiedler wechselte schließlich zur Barmer Ersatzkasse, lehnte als Kassenchef tief greifende Einschnitte in den Leistungskatalog ab und unterstützte Überlegungen, auch Beamte und Selbstständige in die gesetzlichen Krankenkassen einzubeziehen. Fiedler gilt als Sympathisant einer umfassenden Bürgerpflichtversicherung. Dr. rer. pol. Harald Clade

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