ArchivDeutsches Ärzteblatt37/2017EBM: MRSA-Tests für größeren Patientenkreis

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EBM: MRSA-Tests für größeren Patientenkreis

Hillienhof, Arne

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Der Bewertungsausschuss hat die Regelungen im Einheitlichen Bewertungsmaßstab (EBM) zu multiresistenten Keimen überarbeitet und den Kreis der Risikopatienten für Methicillin-resistente Staphylococcus aureus (MRSA) erweitert. Konkret geht es dabei um den EBM-Abschnitt 30.12.

Der schmerzfreie MRSA-Test erfolgt über einen Abstrich, meist aus Nasenhöhle, Rachen oder Wunden. Foto: dpa
Der schmerzfreie MRSA-Test erfolgt über einen Abstrich, meist aus Nasenhöhle, Rachen oder Wunden. Foto: dpa

Damit Vertragsärzte bei Patienten nach einem Krankenhausaufenthalt einen MRSA-Status erheben und bei Bestätigung des Verdachts eine Sanierungsbehandlung durchführen können, müssen bestimmte Risikofaktoren vorliegen. Die Grundvoraussetzung für die Erhebung eines MRSA-Status und die Sanierungsbehandlung in der Praxis bleibt unverändert: Patienten müssen in den vergangenen sechs Monaten an mindestens vier zusammenhängenden Tagen stationär behandelt worden sein. Vertragsärzte können nun aber auch bei Patienten, die nicht mehrere Risikokriterien erfüllen, einen MRSA-Status erheben. Das trifft beispielsweise für dialysepflichtige Patienten und für Patienten mit chronischen Wunden zu, für die dies bisher nur in Kombination mit anderen Risikofaktoren möglich war.

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In Deutschland infizieren sich laut der KBV jährlich 400 000 bis 600 000 Patienten im Zusammenhang mit medizinischen Maßnahmen. hil

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