ArchivDeutsches Ärzteblatt37/2017Diabetes: Virtuelle Diabetesambulanz gestartet

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Diabetes: Virtuelle Diabetesambulanz gestartet

dpa; Maybaum, Thorsten

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Eine virtuelle Diabetesambulanz soll die medizinische Versorgung von Kindern und Jugendlichen in Schleswig-Holstein verbessern und ihnen weite Wege ersparen. Durch die flexiblen virtuellen Beratungsgespräche würden die betroffenen Familien deutlich entlastet, so die Diabetologin und Projektleiterin
Simone von Sengbusch. Die Beratung wird sowohl auf Deutsch als auch auf Englisch und Türkisch angeboten.

Bei der virtuellen Diabetesambulanz übermitteln die Patienten zusätzlich zu den vierteljährlichen Terminen bei ihrem behandelnden Arzt monatlich ihre Blutzuckerwerte an die Experten der Diabetesambulanzen des Universitätsklinikums (UKSH) in Kiel oder Lübeck. Das geschieht vom heimischen Computer aus per Webcam und Telefon, auch abends oder am Wochenende.

Das Projekt wird vom Institut für Sozialmedizin und Epidemiologie an der Universität zu Lübeck evaluiert. Dabei soll bewertet werden, ob das telemedizinische Projekt die erhofften Vorteile in der Versorgung gebracht hat und gleichzeitig wirtschaftlich war. Die Gesamtkosten in Höhe von 1,7 Millionen Euro werden aus dem Innovationsfonds beim Gemeinsamen Bundes­aus­schuss finanziert. Damit sollen neue Versorgungsformen und die qualitative Weiterentwicklung der Versorgung in der gesetzlichen Kran­ken­ver­siche­rung in Deutschland gefördert werden. Teilnehmen können bislang die Versicherten der AOK Nordwest, Barmer, DAK-Gesundheit, IKK Nord, Techniker Krankenkasse und einiger Betriebskrankenkassen. Die Teilnahme ist kostenfrei.

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In Schleswig-Holstein leiden nach Angaben des UKSH rund 1 200 Kinder und Jugendliche an Diabetes mellitus Typ 1. Bundesweit sind nach Schätzungen der Deutschen Diabetes Gesellschaft rund 30 000 Patienten betroffen. dpa/may

http://daebl.de/WD64

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