ArchivDeutsches Ärzteblatt38/2017Dieter Pöller †: Musik als Gegenpol zum Umgang mit Krankheit

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Dieter Pöller †: Musik als Gegenpol zum Umgang mit Krankheit

Dtsch Arztebl 2017; 114(38): A-1719 / B-1459 / C-1429

Neumann, Johannes; Kottler, Ulrike

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Dieter Pöller, Foto: Stefan Junker
Dieter Pöller, Foto: Stefan Junker

Dr. med. Dieter Pöller, Allgemeinarzt und Gründer des Deutschen Ärzteorchesters, ist am 25. Juli im Alter von 93 Jahren gestorben. Der gebürtige Westfale wuchs als Sohn eines Arztes und einer Sängerin bereits mit Medizin und Musik auf. Nach mehr als 35 Jahren in eigener naturheilkundlicher Praxis in München widmete sich Pöller vollständig der Musik. Schon während seiner aktiven beruflichen Zeit erhielt er eine Ausbildung zum Dirigenten bei berühmten Meistern wie Fritz Rieger, Sergiu Celibidache und Cornelius Eberhardt.

Nachdem er viele Jahre lang das von ihm gegründete Münchener Instrumental-Ensemble geleitet hatte, verwirklichte Pöller im Jahr 1989 seinen Traum, musizierende Mediziner aus ganz Deutschland in einem überregionalen Sinfonieorchester zusammenzuführen. Und so begann mit einer Anzeige im Deutschen Ärzteblatt die Erfolgsgeschichte des Deutschen Ärzteorchesters (www.aerzteorchester.de).

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Seine musikalische Tätigkeit sah Pöller stets als Gegenpol zum täglichen Umgang mit Krankheit an. 15 Jahre lang prägte er das Orchester, bevor er 2004 den Taktstock an Alexander Mottok übergab, Dirigent, Violinist und Komponist aus Hamburg. Ein letztes Mal dirigierte Pöller das Deutsche Ärzteorchester vor drei Jahren beim Jubiläumskonzert anlässlich seines 90. Geburtstages und der 25-jährigen Orchestergründung. Seine beeindruckende Vitalität und Begeisterung für die Musik prägten dieses Konzert im Münchener Herkulessaal.
Dr. iur. Johannes Neumann,

Dr. med. Ulrike Kottler

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