ArchivDeutsches Ärzteblatt38/2017Constantin Klein: Brückenbauer zwischen Medizin und Theologie

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Constantin Klein: Brückenbauer zwischen Medizin und Theologie

Dtsch Arztebl 2017; 114(38): A-1719 / B-1459 / C-1429

Krüger-Brand, Heike E.

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Constantin Klein, Foto: Klinikum der Universität München (LMU)

Seit dem 1. Mai hat der Religionspsychologe Prof. Dr. phil. Constantin Klein (40) die Stiftungsprofessur für Spiritual Care an der Klinik und Poliklinik für Palliativmedizin der Universitätsklinik München (LMU) übernommen. Diese Professur soll der WHO-Definition von Palliative Care Rechnung tragen, die die Behandlung von Schmerzen und anderen Problemen körperlicher, psychosozialer und spiritueller Art umfasst. Klein ist studierter Theologe und Psychologe und hat 2013 an der Universität Bielefeld in Evangelischer Theologie promoviert. In seiner Forschung befasst er sich vor allem mit dem Verhältnis von Religiosität und Spiritualität zu Gesundheit und Krankheit. Spiritual Care sieht er nicht auf die Begleitung sterbender Patienten beschränkt, sondern als grundlegendes Element der Betreuung von der Geburt bis zum Lebensende.

Dabei sind ihm sowohl eine solide empirische Methodik für den Austausch mit Medizin und Psychologie wichtig als auch ein enger Austausch mit Theologie und Klinikseelsorge. „Ich möchte Spiritual Care als ein multiprofessionelles, transdisziplinäres Arbeitsfeld für die umfassende Begleitung kranker und leidender Menschen begreifen“, erklärte Klein. Ein künftiges Forschungsprojekt widmet sich zudem dem Verständnis von „Sterben“. „Je nachdem, was Menschen unter ‚Sterben‘ verstehen, ergeben sich daraus unterschiedliche Konsequenzen für ihre Einstellungen, ihre Religiosität und ihr Weltbild und für ihren Umgang mit Krankheit“, erläuterte er. Dies sei auch ein Versuch, eine Brücke zwischen der Theologie und der Palliativmedizin zu schlagen. Heike Krüger-Brand

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