POLITIK

Bundestagswahl 2017: Etablierte Politiker bleiben

Dtsch Arztebl 2017; 114(39): A-1743 / B-1480 / C-1450

Beerheide, Rebecca

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Viele etablierte Gesundheitspolitiker haben den Wiedereinzug in den Bundestag geschafft. Auch sechs Ärzte sind neue Parlamentarier.

Der Wahlabend hat für viele der bekannten Gesundheitspolitiker ein positives Ergebnis gebracht: Die meisten konnten ihr Bundestagsmandat verteidigen. So gewann Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Hermann Gröhe (CDU) seinen Wahlkreis Neuss mit 44 Prozent der Erststimmen, 2013 hatte er noch 51,6 Prozent erhalten. Karl Lauterbach (SPD) konnte seinen Wahlkreis Köln IV/Leverkusen mit 38,7 Prozent sichern. Der bisherige Vorsitzende des Gesundheitsausschusses, Edgar Franke (SPD), holte erneut den Wahlkreis Schwalm-Eder. Auch Rudolf Henke, MB-Vorsitzender, Ärztekammerpräsident in Nordrhein und CDU-Politiker, siegte zum dritten Mal vor der früheren Ge­sund­heits­mi­nis­terin Ulla Schmidt (SPD) im Wahlkreis Aachen I – äußert knapp mit 1 703 Stimmen. Zum fünften Mal gewann die parlamentarische Staatssekretärin im Ge­sund­heits­mi­nis­terium, Annette Widmann-Mauz (CDU), ihren Wahlkreis Tübingen. Das Direktmandat verteidigten auch die CDU-Politikerinnen und -Politiker Karin Maag in Stuttgart, Katja Leikert in Hanau, Michael Hennrich in Nürtingen, Dietrich Monstadt in Schwerin, Erwin Rüddel in Neuwied, Roy Kühne in Goslar, Tino Sorge in Magdeburg und Lothar Riebsamen am Bodensee. Er verwies mit 41,4 Prozent der Erststimmen die im Wahlkreis kandidierende AfD-Spitzenkandidatin Alice Weidel auf Platz vier. Bei der CSU behält Georg Nüßlein das Mandat in Neu-Ulm, ebenso wie Emmi Zeulner in Kulmbach und Marlene Mortler in Mittelfranken.

Für die SPD-Fraktion wird Hilde Mattheis, die bisherige gesundheitspolitische Sprecherin, im Bundestag sitzen, ebenso wie Dirk Heidenblut, Digitalexperte unter den SPD-Gesundheitspolitikern, der seinen Wahlkreis Essen II gewann. Martina Stamm-Fibich und Sabine Dittmar kommen über die Landesliste Bayern wieder ins Parlament.

Für die Grünen werden Kordula Schulz-Asche sowie Sprecherin Maria Klein-Schmeink weiter im Bundestag sein. Die Linkspartei ist mit Kathrin Vogler und Harald Weinberg vertreten, die FDP mit Marie-Agnes Strack-Zimmermann.

Sechs Ärztinnen und Ärzte sind neu im Bundestag: Prof. Dr. med. Claudia Schmidtke, Fachärztin für Herzchirurgie, siegte für die CDU in Lübeck. Ein Direktmandat erreichte Internist Stephan Pilsinger für die CSU in München. Auf Platz eins der Landesliste Bremen der Grünen erreicht Dr. med. Kirsten Kappert-Gonther einen Parlamentssitz. Prof. Dr. med. Andrew Ullmann (Uniklinik Würzburg) zieht über die bayerische FDP-Liste ein. Prof. Dr. med. Axel Gehrke von der Medizinischen Hochschule Hannover sowie Orthopäde Dr. med. Robby Schlund aus Gera erhalten jeweils über ihre AfD-Listen ein Mandat.

Ob die Gesundheitspolitiker oder die neu gewählten Ärzte im Gesundheitsausschuss aktiv werden, zeigt sich in den kommenden Wochen. Spätestens Mitte Dezember soll eine neue Bundesregierung feststehen.

Rebecca Beerheide

Anzeige

    Leserkommentare

    E-Mail
    Passwort

    Registrieren

    Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

    Fachgebiet

    Zum Artikel

    Alle Leserbriefe zum Thema

    Login

    Loggen Sie sich auf Mein DÄ ein

    E-Mail

    Passwort

    Anzeige