ArchivDeutsches Ärzteblatt39/2017Gemeinsamer Bundes­aus­schuss: Regeln für Zweitmeinungen festgelegt

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Gemeinsamer Bundes­aus­schuss: Regeln für Zweitmeinungen festgelegt

Beerheide, Rebecca

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Der Gemeinsame Bundes­aus­schuss (G-BA) hat die Regeln beschlossen, nach denen Patientinnen und Patienten vor elektiven Eingriffen eine unabhängige ärztliche Zweitmeinung einholen können. Den Rechtsanspruch auf eine zweite Meinung haben Patienten seit dem Versorgungsstärkungsgesetz aus dem Juli 2015. Der G-BA hatte den Auftrag bekommen, in einer Richtlinie unter anderem zu konkretisieren, für welche planbaren Eingriffe der Anspruch besteht. Künftig sollen die strukturierten Zweitmeinungsverfahren für Gaumen- und/oder Rachenmandeln (Tonsillektomie, Tonsillotomie) und Gebärmutterentfernungen (Hysterektomien) gelten. Weitere können dazukommen. Die Richtlinie wurde gegen die Stimmen der Deutschen Krankenhausgesellschaft sowie in einigen Punkten gegen die Meinung der Patientenvertretung mit den Voten der Krankenkassen, der Ärzte und der Unparteiischen beschlossen. Es wird auch geregelt, über welche weiteren Qualifikationen Ärzte verfügen müssen, die eine Zweitmeinung ausstellen dürfen. „Entscheidend ist hierbei die ärztliche Unabhängigkeit von etwaigen wirtschaftlichen Interessen an der Durchführung des Eingriffs“, sagte Dr. med. Regina Klakow-Franck, unparteiisches Mitglied des G-BA und Vorsitzende des zuständigen Unterausschusses Qualitätssicherung. Allerdings kann die Zweitmeinung erst dann als ambulante Leistung von Ärzten erbracht und abgerechnet werden, wenn der Bewertungsausschuss aus Kassenärztlicher Bundesvereinigung und GKV-Spitzenverband über die Höhe der Vergütung im Einheitlichen Bewertungsmaßstab beraten hat. bee

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