ArchivDeutsches Ärzteblatt39/2017Kurt Piscol †: Schrittmacher der Neurochirurgie

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Kurt Piscol †: Schrittmacher der Neurochirurgie

Dtsch Arztebl 2017; 114(39): A-1769 / B-1505 / C-1475

Neubauer, Uwe

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Kurt Piscol, Foto: Archiv
Kurt Piscol, Foto: Archiv

Prof. Dr. med. Kurt Piscol, von 1972 bis 1997 Direktor der Klinik für Neurochirurgie am Klinikum Bremen Mitte (ehemals St.-Jürgen-Straße), ist am 12. April verstorben. Nach dem Medizinstudium machte Piscol seine neurochirurgische Ausbildung in Berlin am Klinikum Charlottenburg unter der Leitung von Prof. Dr. med. Arist Stender. 1968 folgte er Prof. Dr. med. Helmut Penzholz, einem der ersten Ordinarien für Neurochirurgie, nach Heidelberg. Dort legte er seine Habilitation zum Thema der Blutversorgung des Rückenmarks ab.

Im Jahr 1972 wurde Piscol zum Direktor der Neurochirurgischen Abteilung im Klinikum Bremen Mitte berufen. Er baute die bereits 1949 als eine der ersten eigenständigen neurochirurgischen Kliniken Deutschlands gegründete Abteilung stetig weiter aus. Seine Hauptinteressen galten neben den cerebrovaskulären Erkrankungen auch der Fortentwicklung der operativen Verfahren an der Halswirbelsäule. In seine Zeit fiel die Einführung der Mikrochirurgie, eine Entwicklung die er mit großem Enthusiasmus vorantrieb. So wurde im Jahr 1975 die Arbeitsgemeinschaft Mikrochirurgie der Deutschen Gesellschaft für Neurochirurgie (DGNC) mit der ersten Tagung in Bremen gegründet. In Anerkennung seiner Arbeit wurde die Jahrestagung der DGNC 1991 nach Bremen vergeben und fand dort zum Hauptthema cerebraler Aneurysmen statt. Für das Fach Neurochirurgie war Piscol von 1987 bis 2002 im wissenschaftlichen Beirat des Deutschen Ärzteblattes tätig. PD Dr. med. Uwe Neubauer

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