ArchivDeutsches Ärzteblatt40/2017Thomas Szekeres: Österreichische Ärztekammer mit neuer Spitze

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Thomas Szekeres: Österreichische Ärztekammer mit neuer Spitze

Dtsch Arztebl 2017; 114(40): A-1821 / B-1547 / C-1513

Spielberg, Petra

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Thomas Szekeres, Foto: ÖÄK Christian Leopold
Thomas Szekeres, Foto: ÖÄK Christian Leopold

Neuer Präsident der Österreichischen Ärztekammer ist Dr. med. Thomas Szekeres. Er ist zugleich Präsident der Wiener Ärztekammer und Oberarzt am Klinischen Institut für Medizinische und Chemische Labordiagnostik der Medizinischen Universität Wien.

Politisch ist Szekeres erfahren: Bis 2015 war der heute 55-Jährige SPÖ-Mitglied. Als Kammerpräsident will er sich für mehr finanzielle Mittel einsetzen – für die Ärzte sowie für das gesamte Gesundheitssystem. Auch versprach er, sämtliche Landeskammerpräsidenten in die wesentlichen Entscheidungen einzubinden. „Ich bin Sprecher der Ärzteschaft, nicht der, der Zielvorgaben vorgibt“, sagte Szekeres. Eng zusammenarbeiten will er mit Politik und dem Sozialversicherungs-Hauptverband. Ärzte sollen bei Reformvorhaben in der Gesundheitspolitik stärker eingebunden werden.

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Einfluss nehmen will Szekeres während seiner Amtszeit sowohl auf das Primärversorgungsgesetz als auch auf die von Bund und Ländern vereinbarte fortgesetzte Kostendämpfung im Gesundheitswesen. So sollen Ärzte andere Ärzte anstellen dürfen; die Finanzmittel für den niedergelassenen Bereich sollen aufgestockt werden. Der Labormediziner fordert ferner, den Anteil der Gesundheitsausgaben am Bruttoinlandsprodukt zu steigern. Eine Koppelung an die Inflation hält er nicht für sinnvoll. Auch gegen die Bürokratisierung, etwa durch die Elektronische Gesundheitsakte ELGA und den „grassierenden Dokumentations- und Codierungswahn“ sprach sich Szekeres aus. Petra Spielberg

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