ArchivDeutsches Ärzteblatt40/2017Modellprojekt: Ärzte fördern Gesundheit in Schulen

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Modellprojekt: Ärzte fördern Gesundheit in Schulen

Hillienhof, Arne

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Die Ärztliche Gesellschaft zur Gesund­heits­förder­ung (ÄGGF) hat ein Modellprojekt zu sexuell übertragbaren Infektionen (STI) gestartet. Im Rahmen des Projektes bietet die ÄGGF seit Beginn des neuen Schuljahres bundesweit Informationsstunden zu STI an. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) und der Verband der Privaten Kran­ken­ver­siche­rung (PKV) fördern das Projekt, das auf auf drei Jahre angelegt ist.

„Wir halten es für dringend erforderlich, das Wissen zu den relevanten STI bereits im Jugendalter zu erhöhen und dadurch junge Menschen in ihrer Handlungskompetenz zu stärken“, sagte BZgA-Leiterin Dr. med. Heidrun Thaiss.

Deshalb sprächen die ÄGGF-Ärzte mit den Jugendlichen in Mädchen- und Jungengruppen in vertraulicher Atmosphäre ab der 8. Klasse unter anderem über verschiedene STI-Übertragungsrisiken, Verhütungsmethoden und Schutzmaßnahmen. Themen sind aber auch das Erkennen von Symptomen, die Kommunikation mit dem Partner sowie die Information über geeignete Beratungs- und Behandlungsangebote.

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„Gerade im Jugendalter beschäftigen sich junge Menschen stark mit dem Thema Sexualität“, erklärt PKV-Direktor Volker Leienbach. Es sei deshalb ein guter Zeitpunkt, um sie auch über die Gefahren von Aids und anderen sexuell übertragbaren Krankheiten aufzuklären. „Das versetzt sie in die Lage, sich verantwortungsbewusst zu verhalten und Risiken zu vermeiden, die sie unter Umständen ihr Leben lang bereuen könnten“, so Leienbach.

Niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten, die Interesse an einer Mitarbeit in der aufsuchenden Prävention haben, bietet die ÄGGF Fortbildungsveranstaltungen, auf denen unter anderem Hintergrundinformationen und Besonderheiten zum Dialog mit jungen Menschen vermittelt werden. hil

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