ArchivDeutsches Ärzteblatt41/2017Fachkräftemangel: Therapeuten flüchten aus dem Beruf

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Fachkräftemangel: Therapeuten flüchten aus dem Beruf

Dtsch Arztebl 2017; 114(41): A-1848 / B-1570 / C-1536

Hillienhof, Arne

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Schlechte Verdienstmöglichkeiten und mangelnde Perspektiven vertreiben Therapeuten aus ihrem Beruf. Foto: Your Photo Today
Schlechte Verdienstmöglichkeiten und mangelnde Perspektiven vertreiben Therapeuten aus ihrem Beruf. Foto: Your Photo Today

Deutschland droht in den kommenden Jahren ein Mangel an Therapeuten. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung der Hochschule Fresenius zur Arbeitszufriedenheit von Physio-, Ergotherapeuten und Logopäden. Demnach ist bereits jeder vierte der rund 1 000 Befragten aus seinem Beruf ausgestiegen, fast die Hälfte denkt aktuell darüber nach.

Gründe sind laut Befragung vor allem unzureichende Verdienstmöglichkeiten sowie mangelnde Perspektiven. „Die Zahlen sind mehr als ernüchternd“, kommentierte Sabine Hammer, Dekanin des Master-Studiengangs Therapiewissenschaften an der Hochschule Fresenius, die Umfrageergebnisse.

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Zumal die hohe Unzufriedenheit alle Berufsgruppen betreffe. Während die Wechselquote in der Vergangenheit bei Ergotherapeuten (21 Prozent), Logopäden (24 Prozent) und Physiotherapeuten (25 Prozent) nahezu identisch war, spielen aktuell vor allem Logopäden (50 Prozent) und Physiotherapeuten (51 Prozent) mit dem Gedanken an einen Berufswechsel. Dabei macht den Therapeuten primär das empfundene Ungleichverhältnis zwischen Arbeitslohn, geleisteter Arbeit und steigenden Lebenshaltungskosten zu schaffen. 74 Prozent gaben als Grund für den angedachten Berufsausstieg den Verdienst an. Weitere Aspekte sind mangelnde berufliche Perspektiven und eine zu geringe Lobby. hil

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