ArchivDeutsches Ärzteblatt41/2017Didier Pittet: Mit Händedesinfektion Leben retten

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Didier Pittet: Mit Händedesinfektion Leben retten

Dtsch Arztebl 2017; 114(41): A-1887 / B-1599 / C-1565

Spielberg, Petra

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Didier Pittet, Foto: Robert-Koch-Stiftung

Prof. Dr. med. Didier Pittet (60), Leiter der Abteilung für Krankenhaushygiene an den Genfer Universitätskliniken, hat den diesjährigen Robert-Koch-Preis für Krankenhaushygiene erhalten. Mit der Auszeichnung wird unter anderem sein Beitrag zum Programm der Welt­gesund­heits­organi­sation (WHO) „Clean Care is Safer Care“ gewürdigt. Das Programm ging aus einer Infektionsprävention hervor, die Pittet 2004 in Genf durchführte. Der Experte hat darüber hinaus die Entwicklung von Leitlinien der WHO zur Handhygiene in Gesundheitseinrichtungen angestoßen.

Das Ziel von „Clean Care is Safer Care“ ist die weltweite Verbesserung der Händedesinfektion in medizinischen Einrichtungen. Rund 20 000 Krankenhäuser haben sich bereits diesem Ziel verschrieben. „Händehygiene ist der erste Schritt, um therapieassoziierten Infektionen und die Verbreitung von Antibiotikaresistenzen zu verhindern“, so Pittet. Leider sei die Einhaltung dieser Praxis in vielen Krankenhäusern und Gesundheitseinrichtungen noch nicht auf dem wünschenswerten Niveau, obwohl sich die Situation durch das Engagement der WHO stark verbessert habe. Dabei könne eine einfache Händehygiene mit alkoholischen Desinfektionsmitteln durch Ärzte und Pflegepersonal entscheidend dazu beitragen, dass sich Krankenhausinfektionen nicht ausbreiten. Schätzungen zufolge wurden durch die WHO-Kampagne „Clean Care is Safer Care“ weltweit jährlich bereits rund acht Millionen Menschenleben gerettet. Petra Spielberg

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