MEDIZIN: Originalarbeit

Arbeitszeitverteilung von Ärzten in einem deutschen Universitätsklinikum

Work-time distribution of physicians at a German university hospital

Dtsch Arztebl Int 2017; 114(42): 705-11; DOI: 10.3238/arztebl.2017.0705

Wolff, Jan; Auber, Gerd; Schober, Tobias; Schwär, Felix; Hoffmann, Karl; Metzger, Marc; Heinzmann, Andrea; Krüger, Marcus; Normann, Claus; Gitsch, Gerald; Südkamp, Norbert; Reinhard, Thomas; Berger, Mathias

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Hintergrund: Der wirksame Einsatz von Klinikpersonal ist entscheidend für eine ausreichende, zweckmäßige und wirtschaftliche Erbringung von Krankenhausleistungen. Das Ziel dieser Studie war, die Arbeitszeitverteilung der Mitarbeitenden des Ärztlichen Dienstes in einem Universitätsklinikum auf Tätigkeitsarten und Tageszeiten in verschiedenen Kliniken zu ermitteln.

Methode: Die Arbeitszeitverteilung wurde anhand von jeweils 14-tägigen Multimomentaufnahmen in sieben Kliniken des Universitätsklinikums Freiburg ermittelt. Hierbei wurde jeweils die Tätigkeit erfasst, die an zufällig ausgewählten Zeitpunkten ausgeübt wurde.

Ergebnisse: Insgesamt nahmen 250 Mitarbeitende (Teilnahmequote: 83 %) des Ärztlichen Dienstes an der Studie teil. Die untersuchte Gesamtzeit betrug 20 715 Stunden beziehungsweise 12 Nettoarbeitsjahre. Insgesamt 46 % der stationären Arbeitszeit wurde im direkten Kontakt mit den Patienten verbracht, mit relevanten Unterschieden zwischen den teilnehmenden Kliniken. So betrug beispielsweise der Patientenkontakt in der Pädiatrie 35 % und in der Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie 60 %. In der Zeit von 8.00 bis 12.00 Uhr war der Anteil der direkten Patientenkontakte mit > 50 % am höchsten.

Schlussfolgerung: Der Anteil für Tätigkeiten ohne direkte Präsenz am Patienten war niedriger als in früheren Studien. Es ist unklar, welche Zeitverteilung der ärztlichen Tätigkeiten für eine optimale Versorgung der Patienten notwendig ist und ob mehr Zeit für Leistungen im direkten Kontakt mit dem Patienten ermöglicht werden kann und muss.

Personalkosten haben einen Anteil von etwa 60 % an den Krankenhauskosten in Deutschland (1). Der wirksame Einsatz der Mitarbeitenden ist notwendig für eine ausreichende, zweckmäßige und wirtschaftliche Leistungserbringung. Dies ist insbesondere in Zeiten des Mangels an qualifiziertem medizinischen Fachpersonal (2, 3) und einer angespannten wirtschaftlichen Situation in vielen Krankenhäusern (4) der Fall.

In der industriellen Fertigung hat die Relevanz von Studien zur Messung der eingesetzten Arbeitszeit stark abgenommen, da Standardisierung und Automatisierung die Variabilität des Ressourcenverbrauchs minimieren (5). Im Gegensatz dazu sind viele Prozesse der Krankenhausbehandlung weder standardisierbar noch automatisierbar, unter anderem, weil die individuellen Bedürfnisse eines Patienten schwer vorherzusagen sind (siehe auch [6]).

Die Organisationstheorie beschreibt meist zwei Methoden für die Ermittlung der eingesetzten Arbeitszeit:

  • In der Zeitaufnahme werden die Tätigkeiten der untersuchten Mitarbeitenden kontinuierlich dokumentiert (7). Dies erfolgt fast immer durch eine weitere Person, welche die untersuchten Mitarbeitenden kontinuierlich begleitet. Ein Vorteil der Zeitaufnahme ist die Möglichkeit, detaillierte Informationen zu Art und Länge der verschiedenen Tätigkeiten zu erheben (8). Ein Nachteil der Zeitaufnahme sind die hohen Kosten beziehungsweise die kaum realisierbare Durchführung einer durchgängigen Datenerhebung bei einer großen Zahl von untersuchten Mitarbeitenden.
  • In der Multimomentaufnahme wird eine Tätigkeitsstichprobe verwendet, um die Gesamtverteilung der Arbeitszeit zu schätzen (9). Die Einzelnotierungen der Stichprobe erfolgen zu Zufallszeitpunkten, um Verfälschungen durch zeitliche Muster zu vermeiden. Der prozentuale Anteil einzelner Tätigkeiten an der Gesamtzeit und dessen statistischer Vertrauensbereich werden anhand einer Stichprobe und einer angenommenen Zufallsverteilung errechnet. Das Verfahren wurde in den 1930er Jahren für die industrielle Fertigung entwickelt (9) und etablierte sich seither zu einer anerkannten Methode für die Arbeitszeitmessung in Krankenhäusern (1016). Übersichtsarbeiten der Studien des Ärztlichen Dienstes (17) und des Pflegedienstes (18) zeigen jedoch eine bisher relativ geringe Nutzung dieser Methode in europäischen Krankenhäusern.

Valide Daten über die Verteilung der Arbeitszeit sind notwendig, um zu beurteilen, ob hochqualifiziertes medizinisches Fachpersonal auch entsprechend seiner Kompetenz und wirksam eingesetzt wird. Von besonderem Interesse in der öffentlichen Diskussion war insbesondere der Anteil der Arbeitszeit des medizinischen Personals, der nicht im direkten Kontakt mit dem Patienten verbracht werden kann, sondern zum Beispiel für die Erfüllung von Dokumentationspflichten notwendig ist (19).

Die vorliegende Arbeit zeigt die Ergebnisse einer Zeitstudie, welche am Universitätsklinikum Freiburg zwischen Juni 2013 und Oktober 2016 in verschiedenen Kliniken durchgeführt wurde. Ziel der Studie war es, die Arbeitszeitverteilung der Mitarbeitenden des Ärztlichen Dienstes auf Tätigkeitsarten und Tageszeiten klinikspezifisch zu ermitteln. Insbesondere sollte ermittelt werden, welcher Arbeitszeitanteil der Mitarbeitenden direkt den Patienten gewidmet werden konnte und welche Anteile für zusätzliche Tätigkeiten notwendig waren. Teilergebnisse der Einzelstudien wurden bereits in Fachzeitschriften veröffentlicht (2022). An dieser Stelle werden erstmalig klinikübergreifende Ergebnisse gezeigt. In Art und Umfang kombiniert sind die hier präsentierten Ergebnisse präzedenzlos im deutschsprachigen Raum.

Methoden

Die Einzelstudien wurden in jeweils zweiwöchigen Zeiträumen in den sieben teilnehmenden Kliniken durchgeführt. Ein tragbarer Signalgeber gab zu Zufallszeitpunkten in 30-minütigen Zeitfenstern ein akustisches und optisches Signal. Bei Signalgebung notierten die Mitarbeitenden den aktuellen Ort und die Art ihrer Tätigkeit. Die Studie umfasste die gesamte Arbeitszeit der klinisch tätigen Mitarbeitenden. Nachtdienste wurden ausgeschlossen. Die erhobenen Tätigkeitsarten sind in Tabelle 1 beschrieben. Eine detaillierte Beschreibung der Methoden ist im (eKasten) verfügbar.

Erhobene Tätigkeitsarten
Tabelle 1
Erhobene Tätigkeitsarten
Ergänzung zu Methoden
eKasten
Ergänzung zu Methoden

Ergebnisse

Tabelle 2 zeigt den Gesamtumfang der Studie sowie der Einzelstudien. Es erfolgten 41 430 Momentaufnahmen. Dies entspricht einer untersuchten Gesamtzeit von 20 715 Stunden beziehungsweise circa 12 Nettoarbeitsjahren. Der Anteil der teilnehmenden Mitarbeitenden an allen Mitarbeitenden des Ärztlichen Dienstes der teilnehmenden Kliniken betrug 83 %. Die teilnehmenden Mitarbeitenden waren in etwa gleich verteilt auf Assistenzärzte/Innen (45 %), Fachärzte/Innen (24 %) und Oberärzte/Innen und Leitungen (31 %) wie die gesamten Mitarbeitenden des Ärztlichen Dienstes der teilnehmenden Kliniken (43 %, 26 %, 31 %).

Umfang der Einzelstudien
Tabelle 2
Umfang der Einzelstudien

Tabelle 3 zeigt für jede Tätigkeitsart und Klinik den prozentualen Anteil an der Gesamtzeit des Ärztlichen Dienstes. Die Gesamtzeit des Ärztlichen Dienstes beinhaltete sowohl Mitarbeitende mit wechselnden Tätigkeitsarten und orten, als auch Mitarbeitende, die beispielsweise nur in der Ambulanz tätig waren. Über alle Kliniken zeigte die direkte stationäre Versorgung einen Anteil von 24 % der Gesamtzeit des Ärztlichen Dienstes. Indirekte stationäre Versorgung und allgemeine stationäre Tätigkeiten nahmen zusammen 28 % der Gesamtzeit in Anspruch. Tätigkeiten für ambulante Patienten beanspruchten ein Drittel der Gesamtzeit. Dieser Anteil beinhaltete alle für ambulante Patienten notwendigen Tätigkeiten, also direkte Versorgung, indirekte Versorgung sowie allgemeine klinische Tätigkeiten, und wurde in den folgenden Analysen abgegrenzt, um die stationären Tätigkeiten im Detail zu untersuchen. Die verbliebenen 13 % wurden für Tätigkeiten in der Kategorie „sonstige Tätigkeiten“ benötigt, wie zum Beispiel im Bereich der Forschung, Lehre, Wegzeiten und Pausen.

Verteilung der Gesamtzeit des Ärztlichen Dienstes (%) und 95-%-Konfidenzintervalle [95-%-KI]
Tabelle 3
Verteilung der Gesamtzeit des Ärztlichen Dienstes (%) und 95-%-Konfidenzintervalle [95-%-KI]

Grafik 1 illustriert die Verteilung der stationären Arbeitszeit. Über alle Kliniken nahmen Tätigkeiten im direkten Patientenkontakt mit 46 % den größten Anteil der Gesamtzeit für die stationäre Versorgung in Anspruch. Mehr als die Hälfte der Gesamtzeit wurde jedoch für Tätigkeiten in Abwesenheit des Patienten benötigt, also für indirekte stationäre Versorgung und allgemeine stationäre Tätigkeiten. Zwischen den Kliniken ergaben sich Unterschiede in der prozentualen Arbeitszeitverteilung. Während die Tätigkeiten im direkten Patientenkontakt in der Kinder- und Jugendmedizin nur 35 % der gesamten Arbeitszeit in Anspruch nahmen, betrug dieser Anteil in der Klinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie 60 %. Es ist zu beachten, dass die klinikübergreifenden Gesamtanteile als gewichtetes Mittel der Einzelkliniken anhand der Anzahl der Observationen errechnet wurden. Die klinikübergreifenden Anteile waren somit abhängig von der Größe der Einzelkliniken.

Verteilung der stationären Arbeitszeit in den teilnehmenden Kliniken
Grafik 1
Verteilung der stationären Arbeitszeit in den teilnehmenden Kliniken

Grafik 2 zeigt die Verteilung der stationären Arbeitszeit des Ärztlichen Dienstes auf die verschieden Tätigkeitsarten im Verlauf eines Arbeitstages. Der Anteil für direkte Versorgung war zwischen 8 und 12 Uhr mit deutlich mehr als 50 % am höchsten. Am Nachmittag fiel dieser Anteil bis auf etwa ein Drittel zwischen 16 und 18 Uhr. Der Anteil der stationären Arbeitszeit, welcher der indirekten Versorgung gewidmet wurde, also Tätigkeiten wie Dokumentation und Arztbrieferstellung, betrug etwa ein Viertel zwischen 8 und 10 Uhr und stieg im Laufe des Tages bis auf etwa 40 % ab 16 Uhr an. Der Anteil allgemeiner stationärer Tätigkeiten verlief meist gegenläufig zu dem der direkten Versorgung, das heißt er fiel in Zeiten der intensiven direkten Versorgung ab und stieg bei weniger intensiven Zeitpunkten wieder an.

Verteilung der stationären Arbeitszeit im Tagesverlauf und die 95-%-Konfidenzintervalle
Grafik 2
Verteilung der stationären Arbeitszeit im Tagesverlauf und die 95-%-Konfidenzintervalle

Teilergebnisse der Multimomentaufnahme konnten anhand einer zweiten Datenquelle validiert werden. Dies war möglich, da die Dauer der einzel- und gruppentherapeutischen Maßnahmen der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie minutengenau in der elektronischen Akte dokumentiert wurden und die in der Multimomentaufnahme erhobenen Tätigkeitsarten so definiert wurden, dass eine Untergruppe der Kategorie direkte stationäre Versorgung exakt die in der elektronischen Akte dokumentierten Maßnahmen abfragte.

Der aus der Multimomentaufnahme errechnete mittlere tägliche Zeitaufwand in einer 7-Tage-Woche für einzel- und gruppentherapeutische Maßnahmen je Patient betrug 8,11 Minuten (95-%-Konfidenzintervall [95-%-KI]: 6,98–9,39 Minuten). Dies wurde errechnet, indem die Gesamtzeit je Tag durch die Anzahl der Patienten geteilt wurde, und beinhaltete ausschließlich die Zeit in psychotherapeutischen Maßnahmen von mindestens 25 Minuten Dauer, da nur diese für Abrechnungszwecke in der elektronischen Akte dokumentiert wurden. Zusätzliche Therapien durch beispielsweise Psychologen oder Pflegekräfte wurden nicht einbezogen.

Die in der elektronischen Akte durchgängig dokumentierten Therapiezeiten betrugen 8,24 Minuten je Patient und Tag. Während die Daten der Multimomentaufnahme die Zeitverteilung während der 14-tägigen Studienphase zeigen, wurden die Maßnahmen eines ganzen Kalenderjahres aus der elektronischen Akte ausgewertet, um zu prüfen, inwiefern die Momentaufnahmen die tatsächlichen Gegebenheiten über den Studienzeitraum hinaus repräsentierten. Die Unterschiede zwischen den Ergebnissen der Multimomentaufnahme und der elektronischen Akte waren weder statistisch signifikant noch ökonomisch substanziell. Es ist jedoch unklar, inwiefern diese Ergebnisse auf andere Tätigkeitsarten und Kliniken übertragbar sind.

Diskussion

Das Ziel dieser Studie war es, die Zeitverteilung der Mitarbeitenden des Ärztlichen Dienstes auf Tätigkeitsarten und Tätigkeitsorte klinikspezifisch zu ermitteln. Insgesamt 46 % der stationären Arbeitszeit wurden im direkten Kontakt mit dem Patienten verbracht. Mehr als die Hälfte der Zeit für stationäre Krankenhausleistungen wurde für Tätigkeiten in Abwesenheit des Patienten benötigt. Zwischen den Kliniken ergab sich eine Spannweite in den Anteilen direkter Tätigkeiten von 35–60 % der Arbeitszeit.

Ergebnisse im Vergleich zu früheren Studien

Die Ergebnisse der hier präsentierten Studie können mit vorherigen Studien verglichen werden. Tipping et al. fassten 2010 die Literatur über empirische Echtzeitanalysen der Arbeitszeitverteilung von Krankenhausärzten in einer systematischen Übersichtsarbeit zusammen (17). Sie fanden 11 Studien, aus denen bei teilweise abweichenden Definitionen der Anteil der Tätigkeiten im direkten Patientenkontakt hervorging, davon nur eine aus dem deutschsprachigen Raum (aus Österreich [23]). Der Großteil der einbezogenen Studien fand einen Anteil direkter Tätigkeiten deutlich unterhalb des in der hier präsentierten Studie gefundenen Anteils. Ein möglicher Grund für diese Differenz könnten Unterschiede in der Art und Weise der klinischen Leistungserbringung zwischen Deutschland und den anderen Ländern sein, in denen die einbezogenen Studien durchgeführt wurden. Ein weiterer potenzieller Grund ist die fehlende Aktualität der einbezogenen Studien. Acht Studien waren älter als 20 Jahre. Die neueste Studie wurde im Jahr 2009 publiziert. Trends wie Leistungsverdichtung, kürzere Liegezeiten und mehr diagnostische und therapeutische Verfahren je Zeiteinheit wurden also nicht berücksichtigt. Hinzu kommen methodische Unterschiede in der Datenerhebung. So wendeten zum Beispiel nur drei einbezogene Studien das Verfahren der Multimomentaufnahme an. Die übrigen Studien führten eine Zeitaufnahme durch.

Blum und Müller (24) ermittelten 2002 den Dokumentationsaufwand von 1 010 Krankenhausärzten anhand eines Fragebogens anstatt einer empirischen Echtzeitstudie. Der Dokumentationsaufwand in der Chirurgie betrug insgesamt 162 Minuten je Tag (34 % eines achtstündigen Arbeitstages) und der Dokumentationsaufwand in der Inneren Medizin betrug insgesamt 195 Minuten je Tag (41 %). Wie Blum und Müller diskutierten, arbeiten Ärzte jedoch häufig länger als 8 Stunden je Tag. Auch deshalb sind die von Blum und Müller gefundenen Werte nicht direkt mit den hier präsentierten Daten vergleichbar. Außerdem wurden in der hier präsentierten Studie die Dokumentationstätigkeiten nicht direkt abgefragt, sondern Tätigkeiten ohne direkte Präsenz am Patienten insgesamt.

Limitationen

Eine Stärke der hier präsentierten Studie ist der Umfang der erhobenen Daten. Mit insgesamt 250 teilnehmenden Mitarbeitenden des Ärztlichen Dienstes und einer beobachteten Gesamtzeit von circa 12 Nettoarbeitsjahren ist sie in ihrer Art präzedenzlos im deutschsprachigen Raum. Eine Einschränkung dieser Studie ist die vergleichsweise reduzierte Detailtiefe der erhobenen Daten. So war es zum Zweck der Verständlichkeit und Handhabbarkeit der Studie notwendig, die ermittelten Tätigkeitsarten auf fünf klinikübergreifend aggregierbare Kategorien zu beschränken. Auf diese Weise konnten sowohl die Fragestellung hinreichend adressiert als auch die Methode generisch gestaltet und verständlich vermittelt werden.

Über diesen Aspekt hinaus gibt es drei potenzielle Einschränkungen der internen Validität, welche bei allen empirischen Echtzeitanalysen beachtet werden sollten. Eine erste potenzielle Einschränkung ist die fehlende Repräsentativität des Studienzeitraumes für spätere Entscheidungszeitpunkte. Dieser potenziellen Einschränkung wurde vorab entgegengewirkt, indem Studienzeiträume gewählt wurden, in denen keine außergewöhnlichen Umstände vorhersehbar waren, wie zum Beispiel Urlaubszeit oder Kongresse mit Abwesenheit einer relevanten Anzahl ärztlichen Personals. Im Nachgang wurden die Mitarbeitenden nach außergewöhnlichen Umständen während der Erhebungszeit gefragt. In der Teilstudie des Ärztlichen Dienstes in der Dermatologie wurde dadurch ein sehr hoher und in seinem Ausmaß sehr seltener Krankheitsstand festgestellt, woraufhin die Erfassung dort wiederholt wurde.

Eine zweite potenzielle Einschränkung ist, dass die Teilnahme an der Studie freiwillig war und dass nicht alle Mitarbeitenden teilnehmen konnten und wollten. Die Arbeitszeitverteilung der untersuchten Mitarbeitenden könnte sich von der Verteilung der anderen Mitarbeitenden unterscheiden. In Bezug auf die vergleichsweise große Zahl von untersuchten Mitarbeitenden konnte jedoch eine relativ hohe Teilnahmequote erreicht werden (83 %). Außerdem konnte ein adäquater Querschnitt über die Gruppen Assistenz-, Fach- sowie Oberärztinnen/-ärzte und Leitungen erreicht werden.

Eine dritte potenzielle Einschränkung der internen Validität kann durch den sogenannten Hawthorne-Effekt verursacht werden (25, 26). Der Hawthorne-Effekt bezeichnet die Tendenz, dass Studienteilnehmer ihr Verhalten verändern, wenn sie sich ihrer Teilnahme an einer Studie bewusst sind. Um den Hawthorne-Effekt in dieser Studie zu minimieren, wurden die erhobenen Daten strikt anonymisiert, das klinische Personal wurde früh in die Konzeption der Teilstudien einbezogen und alle Teilnehmer wurden klar über die Zielsetzung und die angewandten Methoden, insbesondere der garantierte Anonymisierung, informiert.

Hinzu kommt, dass die Ergebnisse der hier präsentierten Studie nicht ohne weiteres auf die Gesamtheit der Krankenhausleistungen in Deutschland generalisierbar sind. Zwar war es möglich, ein vergleichsweise breites Spektrum an Fachdisziplinen einzubeziehen. Insbesondere ist jedoch zu beachten, dass die Beschränkung auf das Universitätsklinikum Freiburg die Frage ergibt, inwieweit die Ergebnisse beispielsweise auf nicht universitäre Einrichtung übertragbar sind.

Implikationen

Bisher wurde nicht explizit konsentiert, welche Zeitverteilung der ärztlichen Tätigkeiten für eine optimale Versorgung der Patienten, auch fachspezifisch, notwendig ist. Es konnte jedoch gezeigt werden, dass der Mangel an Zeit für den direkten Patientenkontakt eine wichtige Ursache für Arbeitsunzufriedenheit im Ärztlichen Dienst darstellt (27, 28). Insbesondere die Unzufriedenheit mit der Belastung durch administrative und dokumentarische Aufgaben stellt einen wichtigen Grund für arbeitsbedingten Stress und emotionale Erschöpfung dar (29). Des Weiteren konnte gezeigt werden, dass Krankenhauspatienten der ausreichenden Zeit des Ärztlichen Dienstes für Visiten und Einzelgespräche zwar subjektiv eine hervorragende Bedeutung zumessen, sie jedoch häufig mit der ihnen gewidmeten Zeit unzufrieden sind (30). Aus versorgungsökonomischer Sicht gibt es zudem Hinweise darauf, dass ein Mangel an ärztlicher Zeit für den individuellen Patienten zu einer übermäßigen Nutzung von Überweisungen sowie diagnostischen und therapeutischen Verfahren und somit insgesamt zu einer Steigerung der Gesundheitskosten führen kann (31).

Aktuelle gesellschaftliche Trends führen dazu, dass ärztliche Arbeitszeit in Zukunft knapper wird. Der demografische Wandel wird den Mangel an ärztlichem Personal verstärken (32). Eine Veränderung der Anspruchshaltung von Patienten wird ein stärkeres Einbeziehen der Patienten und ihrer Angehörigen in medizinische Entscheidungen erfordern (33, 34). Gleichzeitig ändert sich die Anspruchshaltung der Ärzteschaft, welche zunehmend flexible Arbeitszeiten und einen Ausgleich zwischen Arbeit und Freizeit einfordert (35, 36). Hinzu kommt schon seit einiger Zeit eine stetige Zunahme an medizinisch und rechtlich notwendigen Dokumentationsaufgaben (37). Vor dem Hintergrund dieser gesellschaftlichen Entwicklungen wird eine wirksame Nutzung ärztlicher Arbeitszeit in Zukunft noch wichtiger.

Schlussfolgerung

Die vorliegende Studie hat empirisch gezeigt, dass ein relativ geringer Anteil der Arbeitszeit des Ärztlichen Dienstes für die direkte Versorgung zur Verfügung steht und damit den subjektiven Eindruck von Mitarbeitenden und Patientinnen und Patienten ergänzt. Anteilig mehr Zeit für die direkte Versorgung kann nur durch eine Reduktion anderer Aufgaben geschaffen werden. Ärztinnen und Ärzte müssen konsequent entsprechend ihrer Qualifizierung eingesetzt werden. Fachfremde Tätigkeiten müssen verstärkt durch entsprechendes Personal übernommen werden, wie zum Beispiel Dokumentationskräfte, Medizincontroller und Sozialarbeiter. Die stetige Zunahme von ärztlichen Dokumentationspflichten sollte gestoppt beziehungsweise auf das unbedingt notwendige Maß beschränkt werden. Dies hätte positive Effekte für Krankenhauspatienten, die Ärzteschaft und das Gesundheitssystem insgesamt.

Interessenkonflikt

Die Autoren erklären, dass kein Interessenkonflikt besteht.

Manuskriptdaten
eingereicht: 21. 2. 2017, revidierte Fassung angenommen: 26. 6. 2017

Anschrift für die Verfasser
Dr. Jan Wolff

Zentrum für Psychische Erkrankungen (Department)

Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Universitätsklinikum Freiburg

Hauptstraße 5, 79104 Freiburg

jan.wolff@uniklinik-freiburg.de

Zitierweise
Wolff J, Auber G, Schober T, Schwär F, Hoffmann K, Metzger M, Heinzmann A, Krüger M, Normann C, Gitsch G, Südkamp N, Reinhard T, Berger M: Work-time distribution of physicians at a German university hospital.
Dtsch Arztebl Int 2017; 114: 705–11. DOI: 10.3238/arztebl.2017.0705

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Klinik für Augenheilkunde, Universitätsklinikum Freiburg, Medizinische Fakultät,
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Verteilung der stationären Arbeitszeit in den teilnehmenden Kliniken
Grafik 1
Verteilung der stationären Arbeitszeit in den teilnehmenden Kliniken
Verteilung der stationären Arbeitszeit im Tagesverlauf und die 95-%-Konfidenzintervalle
Grafik 2
Verteilung der stationären Arbeitszeit im Tagesverlauf und die 95-%-Konfidenzintervalle
Erhobene Tätigkeitsarten
Tabelle 1
Erhobene Tätigkeitsarten
Umfang der Einzelstudien
Tabelle 2
Umfang der Einzelstudien
Verteilung der Gesamtzeit des Ärztlichen Dienstes (%) und 95-%-Konfidenzintervalle [95-%-KI]
Tabelle 3
Verteilung der Gesamtzeit des Ärztlichen Dienstes (%) und 95-%-Konfidenzintervalle [95-%-KI]
Ergänzung zu Methoden
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