ArchivDeutsches Ärzteblatt42/2017Pflege-TÜV: Neues Bewertungssystem soll erst 2019 kommen

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Pflege-TÜV: Neues Bewertungssystem soll erst 2019 kommen

KNA

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Das neue System des Pflege-TÜV soll auf drei Säulen beruhen. Foto: dpa
Das neue System des Pflege-TÜV soll auf drei Säulen beruhen. Foto: dpa

Der seit Jahren kritisierte Pflege-TÜV für Heime könnte später als gesetzlich verlangt durch ein neues System ohne Noten ersetzt werden. Der vorgegebene Zeitplan sei nicht zu halten, da die Erarbeitung des neuen Systems länger als vorgesehen dauere, sagte der Geschäftsführer des Medizinischen Dienstes des Spitzenverbandes Bund der Krankenversicherung (MDS), Peter Pick, der Frankfurter Rundschau. Pick zufolge kommt der neue Pflege-TÜV für Heime voraussichtlich 2019 und für die ambulanten Dienste 2020 und damit jeweils ein Jahr später als geplant. Die bisherigen Pflegenoten gelten als unbrauchbar, weil sie die tatsächliche Situation in den Heimen beschönigen und sich Missstände kaum erkennen lassen. Zuständig für die Erarbeitung des neuen Bewertungssystems ist ein Gremium, das paritätisch mit Vertretern von Pflegekassen und Pflegeeinrichtungen besetzt ist.

Nach Picks Worten sind aber die Grundzüge des neuen Systems geklärt. Danach soll es drei Säulen geben: Künftig muss jedes Heim Ergebnisindikatoren veröffentlichen. Das kann zum Beispiel der Anteil der Pflegebedürftigen mit Druckgeschwüren sein. Die zweite Säule sind die Ergebnisse der Qualitätskontrollen vor Ort. Die dritte Säule bilden Informationen über die Heime, wie etwa die Frage, ob Haustiere erlaubt sind. Pick sagte, anders als bisher werde es voraussichtlich keine Gesamtbewertung mit Noten geben. Das werde der Komplexität nicht gerecht. kna

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