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Dem Münsteraner Memorandum zur Neustrukturierung oder Abschaffung des Heilpraktikerwesens kann man voll und ganz zustimmen. Ich plädiere für eine Abschaffung, wie man vor Jahren den unnötigen Beruf des Dentisten abgeschafft hat. Heilpraktiker genießen nur in Deutschland ihre Berufsfreiheit, sie haben keine eigene Berufsordnung, die Ausbildung ist mangelhaft und beruht vorwiegend auf freiwilliger Basis, meist ist Heilpraktiker ein Zweitberuf für Menschen, die sich zum Heilen berufen fühlen, ohne die Mühen einer Medizinerausbildung auf sich zu nehmen, und ihre diagnostischen (z. B. Irisdiagnostik, Störfelddiagnostik) oder therapeutischen Methoden (z. B. Homöopathie, Bachblüten, Schüsslersalze, antiquierte chinesische Medizin, Frischzellen oder Eigenblut, Geistheilen, Pendeln usw.) sind äußerst fragwürdig. Gäbe es von heute auf morgen keine Heilpraktiker mehr, müsste deswegen kein Patient sterben, was man selbstverständlich von Ärzten nicht behaupten kann.

Wenn Heilpraktiker trotz dubioser Methoden Heilerfolge erzielen, so wirken einerseits Plazebo-Effekte, aber vor allem die Tatsache, dass sie aufgrund geringerer Patientenzahlen mehr Zeit für ihre Patienten aufwenden können. Die Krankenkassen und Ärztekammern sollten die Lehre daraus ziehen und ärztliche Gespräche mit Patienten besser vergüten.

Prof. Dr. med. Claus Werning, 50226 Frechen/Köln

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