ArchivDeutsches Ärzteblatt44/2017Daniel Sonntag: Informatiker mit Vorliebe für medizinische Daten

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Daniel Sonntag: Informatiker mit Vorliebe für medizinische Daten

Dtsch Arztebl 2017; 114(44): A-2057 / B-1733 / C-1693

Gießelmann, Kathrin

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Daniel Sonntag, Foto: privat
Daniel Sonntag, Foto: privat

Im nächsten Jahr will der Informatiker Dr.-Ing. Daniel Sonntag neues Terrain beschreiten. An der Charité – Universitätsmedizin Berlin sollen erste digitale Demenztests durchgeführt werden (Interakt). „Auch in unserem Projekt Kognit erforschen wir weltweit zum ersten Mal Interaktionskonzepte, um beispielsweise Menschen mit Demenz zu unterstützen“, erklärt der Wissenschaftler, der sich seit 2014 am Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (KI) zunehmend mit kognitiv eingeschränkten Menschen beschäftigt.

Die Entwicklung von Radspeech, einem Sprachdialogsystem für Radiologen, begleitete er federführend und erhielt dafür den Deutschen HighTech Award in Medizinischer Bildverarbeitung. Er ist zudem Mitinitiator eines KI-Projekts des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie mit Siemens: KDI – klinische Datenintelligenz versucht ähnlich wie Watson, Ärzte bei ihren Entscheidungen zu unterstützen. Als Forscher, Chefredakteur von Cognitive Technologies und zukünftiger Chefredakteur der Deutschen Zeitschrift für Künstliche Intelligenz verfolgt er ein Ziel: Er will KI weiterentwickeln, sodass Ärzte und Patienten davon bestmöglich profitieren. Dabei gilt es, unübersichtliche, aber therapierelevante Datenmengen zu ordnen und automatisch zu interpretieren. Der Schlüssel zum Erfolg von KI in der Medizin liegt nach Ansicht von Sonntag in der Datenakquisition: „Technologien kann man relativ leicht replizieren, qualitative digitale Daten nicht. Hier besteht das größte Innovationspotenzial in Deutschland.“ Kathrin Gießelmann

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