ArchivDeutsches Ärzteblatt25/1996Post Scriptum: Mehr Selbstkritik

SPEKTRUM: Leserbriefe

Post Scriptum: Mehr Selbstkritik

Pierach, A.

Zu unserem Beitrag: "Medizinisches aus Schulaufsätzen: ,. . . wird mit einem Wasserkopf bestraft'" in Heft 12/1996
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LNSLNS . . . Miese Erotik hat in einer medizinischen Zeitschrift nichts zu suchen. Noch schlimmer ist es, wenn mit Krankheit gescherzt wird. Ein Hydrocephalus darf nie und nimmer im Scherz genannt werden.
Wenn schon Anekdoten oder Witze gebracht werden müssen, dann schlage ich selbstkritische vor, zum Beispiel: Max geht wegen Brustbeklemmung zum Hausarzt, der ein EKG schreibt und ihm drei Kardiologen zur Auswahl als Konsiliare vorschlägt. Anruf beim ersten: Anrufbeantworter: "Frau Doktor ist in Nizza und hält dort einen Vortrag. Sie wird Mitte des Monats zurückerwartet." Zweiter Anruf: "Tut mir leid, mein Mann ist in Mannheim, hält dort einen Vortrag." Drittes Telephonat: "Ja, kommen Sie gleich rüber, bringen Sie das EKG mit, ich kann Sie gleich untersuchen." Der Hausarzt rät Max ab: "Zu dem gehen Sie besser nicht, der hält ja noch nicht mal einen Vortrag!"
Prof. Dr. Claus A. Pierach, Abbott Northwestern Hospital, Department of Medical Education, 800 East 28th Street, Minneapolis, MN 55407-3799, USA
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