SPEKTRUM: Leserbriefe

Amalgam: Zustimmung

Kemper, H.

Zu dem Medizinreport zur Tübinger Amalgam-Studie "Speichelanalysen eignen sich nicht zur Bewertung der Quecksilberbelastung" von Prof. Dr. med. Rainer Schiele in Heft 22/1996
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LNSLNSLNSLNS Den Ausführungen von Schiele, Erler und Reich ist in vollem Umfange zuzustimmen. Insbesondere sind die von der Tübinger Gruppe mitgeteilten "Ergebnisse" toxikologisch nicht bewertbar. Eine Methodenkritik beginnt bereits bei der Probengewinnung, die keiner Qualitätssicherung standhält und damit unkontrollierbare Folgen für den Verfahrensfortgang einschließlich der "Ergebnisse" hat.
Obwohl wissenschaftlich nicht relevant, erscheint es notwendig, auf die "Praktiken" der Organisation der Studie hinzuweisen, die für sich selbst sprechen. So ist dem Unterzeichner bekannt, daß eine in den ersten Januartagen 1996 erfolgte Anforderung der von der Momo-Stiftung angebotenen Unterlagen etc. erst im März 1996 beantwortet wurde. Dabei wurde in lakonischer Kürze festgestellt: "Bitte entschuldigen Sie, daß wir nur Anfragen mit beiliegendem Scheck berücksichtigen konnten . . . ". Weiter wird dann mitgeteilt, daß die Fortsetzung der Studie "in Zusammenarbeit mit unserem BUND-Umweltlabor" für 78 DM erfolgt.
Prof. Dr. med. Dr. h. c. mult. F. H. Kemper, Institut für Pharmakologie und Toxikologie der Universität Münster, Domagkstraße 11, 48129 Münster
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