ArchivDeutsches Ärzteblatt46/2017Heinz Mittelmeier: Ein Leben für die Orthopädie

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Heinz Mittelmeier: Ein Leben für die Orthopädie

Dtsch Arztebl 2017; 114(46): A-2169 / B-1821 / C-1775

Finkbeiner, Günther F.; Hess, Heinrich

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Heinz Mittelmeier, Foto: privat
Heinz Mittelmeier, Foto: privat

Prof. Dr. med. Dr. h.c. Heinz Mittelmeier, emeritierter Ordinarius für Orthopädie an der Universität des Saarlandes, wurde am 9. Oktober 90 Jahre alt. Mit nur 36 Jahren war Mittelmeier dem Ruf nach Homburg gefolgt, wo er bis zu seiner Emeritierung 1996 wirkte. Mit Geschick und Beharrlichkeit gelang es ihm, die orthopädische Universitätsklinik fachlich so aufzustellen, dass sie internationale Vergleiche nicht zu scheuen brauchte. Mittelmeier widmete sich der frühfunktionellen Behandlung der Hüftdysplasie zum Beispiel mit der Becker-Mittelmeier-Spreizhose, entwickelte für die stabile Osteosynthese Autokompressionsplatten und trieb die Biomaterialforschung für Knochenersatzmaterialien voran. Ihm ist es zu verdanken, dass die Keramik sowie die zementfreie Implantation in die Hüftgelenksendoprothetik eingeführt wurden. Dies verbesserte die Haltbarkeit der Prothesen und revolutionierte die OP-Indikation für jüngere Patienten. Mittelmeier war ein Allrounder, der nicht nur die orthopädische Chirurgie mit Innovationen voranbrachte. Er förderte auch die konservative Orthopädie, indem er Lehraufträge für Chirotherapie sowie für Physikalische und Rehabilitative Medizin schuf. Mit mehr als 300 wissenschaftlichen Veröffentlichungen machte er sich in internationalen Fachkreisen einen Namen. Mittelmeier war Heine-Preisträger, mehrfach Kongresspräsident, Korrespondierendes und Ehrenmitglied nationaler und internationaler Gesellschaften. 1988 wurde er mit dem Saarländischen Verdienstorden und 1999 mit dem Großen Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Dr. med. Günther F. Finkbeiner,

Prof. Dr. med. Heinrich Hess

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