ArchivDeutsches Ärzteblatt46/2017Gesundheitswesen: Erheblicher Fachkräftemangel in der Pflege

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Gesundheitswesen: Erheblicher Fachkräftemangel in der Pflege

Hillienhof, Arne

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Bei der Digitalisierung des Gesundheitswesens muss Deutschland einen Rückstand aufholen, so das Gutachten. Foto: picture alliance
Bei der Digitalisierung des Gesundheitswesens muss Deutschland einen Rückstand aufholen, so das Gutachten. Foto: picture alliance

Die am deutlichsten ausgeprägten Engpassberufe für Spezialisten gibt es bei der Fachkrankenpflege und der Aufsicht der Krankenpflege. Das geht aus dem neuen Gutachten des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung hervor. Die fünf Wirtschaftsweisen fordern darin, nicht nur im Hinblick auf das Gesundheitswesen, unter anderem ein Einwanderungsgesetz, eine gesteuerte Zuwanderung von Fachkräften ohne akademischen Abschluss, mehr Kinderbetreuung und noch mehr Frauenerwerbstätigkeit. Der Sachverständigenrat kritisiert zudem unzureichende Investitionen in die Krankenhäuser. Die Länder kämen ihrer Verpflichtung nicht in ausreichendem Maß nach. Das könne mittelfristig „negative Auswirkungen auf die Qualität der Patientenversorgung und die Effizienz der Leistungserbringung haben“. Ein Ausweg wäre nach Auffassung der Wirtschaftsweisen eine Abkehr von der dualen hin zu einer monistischen Finanzierung, „bei der die Krankenkassen die laufenden Betriebskosten der Krankenhäuser und die Investitionen finanzieren“, so die Autoren. Für die Entlastung der Notaufnahmen schlagen die Wirtschaftsweisen eine zentrale Steuerung vor. Außerdem brauche es „mehr Innovationsoffenheit im Gesundheitswesen“, insbesondere im Bereich der digitalen Angebote, der Telemedizin, der Robotik und der Sensorik. Besonders wichtig sei es in diesem Zusammenhang, „eine elektronische Patientenakte auf Basis einer standardisierten bundesweiten Tele­ma­tik­infra­struk­tur in Gang zu bringen“. hil

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