ArchivDeutsches Ärzteblatt47/2017Ruth Schröck: Vorreiterin für die Akademisierung der Pflege

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Ruth Schröck: Vorreiterin für die Akademisierung der Pflege

Dtsch Arztebl 2017; 114(47): A-2227 / B-1867 / C-1821

Spielberg, Petra

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Ruth Schröck, Foto: Universität Witten/Herdecke
Ruth Schröck, Foto: Universität Witten/Herdecke

Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Ruth Schröck (86) hat im Oktober das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse erhalten. Mit der Auszeichnung wurde ihre bedeutende Rolle bei der Akademisierung der Pflegeberufe in Deutschland gewürdigt. Schröck studierte Philosophie und Biologie an der Freien Universität Berlin. Anschließend absolvierte sie in Bristol eine Ausbildung zur psychiatrischen Fachkrankenschwester. Es folgte ein pflegewissenschaftliches, philosophisches und sozialwissenschaftliches Studium in Edinburgh. 1987 wurde Schröck als erste Professorin für Pflege und Sozialwissenschaften an die Fachhochschule Osnabrück berufen. Vorausgegangen waren Tätigkeiten an den schottischen Universitäten Edinburgh und Aberlay, unter anderem als Professorin für Pflege und Leiterin des Fachbereiches Gesundheit und Pflege.

Schröck wechselte 1996 an das Institut für Pflegewissenschaft der Universität Witten/Herdecke. Zum Sommersemester 1996 startete dort mit 28 Teilnehmern der erste Studiengang für Berufspflegende an einer deutschen Universität. Schröck entwickelte in Witten/Herdecke das erste spezifisch auf die Pflege ausgerichtete Doktorandenprogramm. Ihre zehn Jahre in Witten seien ein einziges Krisenmanagement gewesen, sagte Schröck anlässlich der 20-Jahr-Feier des Departments für Pflegewissenschaft im Mai 2016. Es habe ständig die Gefahr gedroht, dass das Projekt an äußeren Widerständen scheitere. Umso schöner sei es, dass sich die akademisierte Pflege inzwischen etabliert habe. Petra Spielberg

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