ArchivDeutsches Ärzteblatt47/2017Sebastian Kuhn: Mehr digitale Medizin im Medizinstudium

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Sebastian Kuhn: Mehr digitale Medizin im Medizinstudium

Dtsch Arztebl 2017; 114(47): A-2227 / B-1867 / C-1821

Krüger-Brand, Heike E.

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Sebastian Kuhn, Foto: Peter Himsel, Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft e.V

Seit Ende Mai hat die Universitätsmedizin Mainz ihr Lehrangebot um das kompetenzorientierte Wahlpflichtfach „Medizin im digitalen Zeitalter“ als Curriculum 4.0 erweitert. Auf Basis des Curriculums sollen die Studierenden einerseits die Chancen der technologischen Innovationen erkennen und nutzen, andererseits aber auch damit verbundene Risiken abschätzen können. „Die Lebens- und Arbeitswelt des Arztberufes erfordert heutzutage berufsspezifische digitale Handlungskompetenzen“, meint der verantwortliche Projektleiter PD Dr. med. Sebastian Kuhn, MME, Oberarzt und Lehrbeauftragter am Zentrum für Orthopädie und Unfallchirurgie. Alleine das Aufwachsen mit digitalen Medien und deren Nutzung als Konsument reicht ihm zufolge nicht aus, um sich die berufsspezifischen digitalen Handlungskompetenzen anzueignen. Hierfür sei die Integration von Faktenwissen, Fertigkeiten und Haltung erforderlich, ist der Hochschuldidaktiker überzeugt.

Laut Kuhn wurden diese Kompetenzen im Medizinstudium bislang zu wenig vermittelt. Dabei haben sich die Informations- und Kommunikationswege zwischen Arzt und Patient sowie zwischen den Ärzten untereinander beispielsweise durch Telemedizin, soziale Netzwerke und Apps grundlegend verändert. Wie funktionieren etwa Telekonsultation und Teleradiologie? Wo sind die Grenzen der digitalen Medizin? Welche ethischen und rechtlichen Aspekte gilt es zu beachten? Das neue Lernkonzept soll die Auseinandersetzung mit den Themen fördern. Didaktisch basiert es auf E-Learning- und Präsenzmodulen. Heike E. Krüger-Brand

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