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Kontraindikationen von Fingolimod bei Patienten mit kardialen Erkrankungen – Der Sphingosin-1-Phosphat-Rezeptor-Modulator Fingolimod (Gilenya®, Novartis) ist in bestimmten Situationen zugelassen zur krankheitsmodifizierenden Monotherapie der hochaktiven, schubförmig remittierenden multiplen Sklerose bei Erwachsenen. (Schwerwiegende) Herzrhythmusstörungen sind als Risiko bekannt. Um das Risiko von schweren Nebenwirkungen bei Patienten mit kardialen Vorerkrankungen zu minimieren, wurden die Kontraindikationen angepasst:

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Fingolimod ist jetzt kontraindiziert bei Patienten mit

  • Myokardinfarkt, instabiler Angina pectoris, Schlaganfall, transitorisch ischämischer Attacke, dekompensierter Herzinsuffizienz (stationäre Behandlung erforderlich) oder New-York-Heart-Association-(NYHA-)Klasse-III/IV-Herzinsuffizienz in den vorhergehenden 6 Monaten;
  • schweren Herzrhythmusstörungen, die eine Behandlung mit Antiarrhythmika der Klasse Ia (z. B. Chindin, Procainamid, Disopyramid) und Klasse III (Kaliumkanalblocker, z. B. Amiodaron, Sotalol, Ibutilid, Dofetilid) erfordern;
  • AV-Block 2. Grades Typ Mobitz II oder AV-Block 3. Grades oder Sick-Sinus-Syndrom, die keinen Herzschrittmacher tragen;
  • bestehendem QTc-Intervall ≥ 500 Milli-sekunden.

Auch die Warnungen und Vorsichtsmaßnahmen zum immunsuppressiven Effekt von Fingolimod, der möglicherweise das Auftreten von schwerwiegenden Infektionen und malignen Erkrankungen begünstigt, werden angepasst.

Erstmals Cannabis-Vollspektrum-Extrakte – Tilray bringt als erster Hersteller Cannabisextrakte in pharmazeutischer Qualität für Patienten auf den deutschen Markt. Seit Mitte Oktober sind die Mittel verfügbar.

Die Cannabisextrakte sind pflanzlich, dosier- und titrierbar. Sie werden in der Apotheke für den individuellen Bedarf der Patienten als orale Darreichung zubereitet. Es handelt sich um Vollspektrum-Extrakte, die neben den beiden Hauptwirkstoffen Tetrahydrocanabinol (THC) und Cannabidiol (CBD) sämtliche weitere Wirkstoffe der Cannabisblüten enthalten.

Patienten mit schwerwiegenden Erkrankungen wie multiple Sklerose, Tumorschmerz oder Nebenwirkungen einer Chemotherapie, für die keine andere Therapieoption besteht, können medizinisches Cannabis verordnet bekommen. Auf Antrag übernehmen die Krankenkassen die Kosten.

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