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Alexander Radbruch: Radiologe unter den Top 15

Dtsch Arztebl 2017; 114(48): A-2297 / B-1921 / C-1875

Spielberg, Petra

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Alexander Radbruch, Foto: Jutta Jung, DKFZ
Alexander Radbruch, Foto: Jutta Jung, DKFZ

Dr. med. Assessor juris Alexander Radbruch, Radiologe am Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ), zählt weltweit zu den Top 15 im Bereich der „Radiologischen Forschung“. Das ergab eine Umfrage innerhalb des DKFZ, bei der alljährlich die jeweils einflussreichsten Fachkollegen gekürt werden.

International bekannt wurde Radbruch durch Studien, die zeigten, dass sich das MRT-Kontrastmittel Gadolinium im Gehirn ablagern kann. Der 41-Jährige fand bei seinen Forschungen heraus, dass sich nicht alle Gadolinium-Präparate gleichermaßen im Gehirn ablagern, sondern dass nur die linearen Kontrastmittel zu Signalanstiegen im Gehirn führen. Die Diskussion über diese Erkenntnisse führte unter anderem dazu, dass die Europäische Arzneimittelbehörde EMA im Juli dieses Jahres die Zulassung dieser Präparate bis auf eine Ausnahme für die Leberbildgebung widerrufen hat. Bis heute gibt es zwar keine konkreten Hinweise auf gesundheitliche Probleme im Zusammenhang mit den Gadolinium-Ablagerungen. „Aber es ist offensichtlich, dass man im Zweifelsfall lieber solche Präparate einsetzen sollte, die sich nicht im Gehirn anreichern“, erklärt Radbruch.

Der Forscher studierte Jura und Medizin in Heidelberg, Houston und München und arbeitet seit 2009 in der Abteilung Neuroradiologie am Universitätsklinikum Heidelberg. Seit 2012 leitet er zudem die Arbeitsgruppe „Neuroonkologische Bildgebung“ am DKFZ. „Die Zukunft der Bildgebung in der Onkologie liegt sicher im Bereich neuer kontrastmittelfreier Verfahren“, so Radbruch. Petra Spielberg

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