ArchivDeutsches Ärzteblatt49/2017Neurologie: Leitlinie zur klinischen Ernährung aktualisiert

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Neurologie: Leitlinie zur klinischen Ernährung aktualisiert

Hillienhof, Arne

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Eine Arbeitsgruppe der Europäischen Fachgesellschaft für klinische Ernährung und Stoffwechsel hat die S3-Leitlinie „Klinische Ernährung in der Neurologie“ aktualisiert. Darauf hat die Deutsche Gesellschaft für Geriatrie (DGG) hingewiesen.

75 Empfehlungen zur Ernährung von Patienten mit neurologischen Erkrankungen sind in der Leitlinie enthalten. Foto: picture alliance
75 Empfehlungen zur Ernährung von Patienten mit neurologischen Erkrankungen sind in der Leitlinie enthalten. Foto: picture alliance

Die S3-Leitlinie wurde erstmals 2013 von der Deutschen Gesellschaft für Ernährungsmedizin in Zusammenarbeit mit der Deutschen Gesellschaft für Neurologie sowie der DGG erstellt und publiziert. An der Aktualisierung hat sich auch die Arbeitsgruppe „Ernährung und Stoffwechsel“ der DGG beteiligt. „Mit der Weiterentwicklung ist es uns gelungen, neueste Erkenntnisse für Neurologen und Geriater aufzubereiten“, erläuterte deren Sprecher Rainer Wirth, Direktor der Klinik für Altersmedizin und Frührehabilitation im Marienhospital Herne und Lehrstuhlinhaber für Geriatrie an der Ruhr-Universität Bochum. Viele Patienten hätten durch ihre Erkrankung erhebliche Schwierigkeiten, sich adäquat zu ernähren. In der Konsequenz verlören sie an Gewicht und bauten Muskulatur ab, so Wirth. Das wiederum führe zu Einschränkungen von Beweglichkeit und Selbstständigkeit. Die Leitlinie helfe dabei, das Risiko von Mangelernährung, Dehydration und Lungenentzündungen bei Patienten mit einer neurologischen Erkrankung zu reduzieren, betonte er.

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Ein Abschnitt der Leitlinie widmet sich dem Thema „Schluckstörungen“. Neben einer unzureichenden Ernährung können diese wegen des Aspirationsrisikos auch zu lebensbedrohlichen Lungenentzündungen führen. Da manche Patienten ihre Schluckstörungen nicht bemerken, bedürfe es in diesen Fällen spezieller Untersuchungsmethoden. hil

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